Pascal Ryf will für Baselbieter Bürgerliche Ständeratssitz holen
Der ehemalige Baselbieter Landratspräsident Pascal Ryf (Mitte) will in den Ständerat. Die bürgerliche Allianz aus Mitte, SVP und FDP hat am Donnerstag diese Kandidatur für die Wahlen im Oktober 2027 bekanntgegeben.
(Keystone-SDA) Ryf wird somit voraussichtlich gegen die bisherige Ständerätin Maya Graf (Grüne) antreten. Erst muss die Basis der drei Parteien diese Kandidatur noch absegnen.
Bei der Findungskommission war auch der ehemalige Landrat und Baselbieter FDP-Vizepräsident Balz Stückelberger im Rennen als möglicher Ständeratskandidat. Schliesslich fiel die Wahl auf Ryf.
Der Mitte-Politiker ist Landrat und Gemeinderat in Oberwil. 2023/2024 präsidierte er das Baselbieter Parlament. «Ich möchte Milizpolitiker bleiben – eine Regierungsratskandidatur war für mich nie ein Thema», sagte Ryf an der Medienkonferenz, die kurz nach der Rücktrittsankündigung des Mitte-Regierungsrats Anton Lauber stattfand.
Bürgerliche wollen Sitz nach 20 Jahren zurückholen
Mit der Kandidatur wollen die Bürgerlichen ihren Sitz im Ständerat nach rund zwanzig Jahren zurückerobern. Seit der Wahl von Claude Janiak (SP) 2007 in die kleine Kammer ist dieser Sitz in rot-grüner Hand. Graf folgte 2019 auf Janiak.
Mit Ryf habe man sich für den Kandidaten mit dem grössten Stimmenpotenzial entscheiden wollen – sowohl im Ober- wie auch Unterbaselbiet, sagte SVP-Präsident Peter Riebli vor den Medien.
Pascal Ryf politisiert seit 2015 im Landrat. Er ist Unternehmer, Historiker und ehemaliger Lehrer.