Russland und China wollen Serbien trotz Machtwechsel treu bleiben
Russland und China setzen trotz eines bevorstehenden Machtwechsels in Serbien auf eine Zusammenarbeit mit der neuen Führung in Belgrad.
(Keystone-SDA) Moskau hoffe, dass die neue politische Kraft begreife, dass die Zusammenarbeit mit Russland im Interesse Belgrads sei, weil vor allem Serbien einen Nutzen davon habe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Das Land bezieht von der Energiegrossmacht Russland vergleichsweise preiswertes Gas.
In Serbien hatte am Sonntag die neue oppositionelle Studentenliste die vorgezogene Parlamentswahl überraschend klar gewonnen. Langzeitmachthaber Aleksandar Vucic räumte seine Niederlage ein. «Wir wollen unsere Hoffnung ausdrücken, dass die Handlungen konstruktiv auf die weitere Entwicklung der Beziehungen ausgerichtet sind», sagte Peskow mit Blick auf die Wahlsieger.
Ausserdem setze Russland auf Vucic bei seiner Arbeit in der Opposition, sagte Peskow. Moskau schätze seinen bisherigen Beitrag für das Verhältnis beider Länder sehr. Russland hofft vor allem auch darauf, dass sich Serbien weiterhin nicht den westlichen Sanktionen wegen Moskaus Angriffskriegs gegen die Ukraine anschliesst.
Auch China und Serbien pflegten unter Vucic ein enges Verhältnis. Nach der Wahl sagte Aussenamtssprecher Guo Jiakun in Peking, China sei bereit, mit der neuen serbischen Regierung zusammenzuarbeiten, um die traditionelle Freundschaft zu fördern, und das gegenseitige politische Vertrauen zu festigen.
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