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Gaddafi will sich für Rückkehr der Schweizer einsetzen

Ein persönliches Treffen zwischen Bundespräsident Merz und Libyens Staatschef Gaddafi in New York weckt neue Hoffnungen auf eine Entspannung in der Libyen-Krise. Gaddafi wolle sich persönlich für die Rückkehr der beiden zurückgehaltenen Schweizer einsetzen, sagte Merz am Donnerstag.

Zum Treffen zwischen Bundespräsident Hans-Rudolf Merz und Muammar Gaddafi kam es am Mittwochabend am Rande der UNO-Vollversammlung.

Das «gute» und «ausgewogene» Gespräch dauerte rund 40 Minuten, wie Merz in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens sagte. Am Anfang war die Atmosphäre offenbar angespannt, weil Gaddafi die Ereignisse von Mitte Juli 2008 nochmals aufrollte, als sein Sohn Hannibal und dessen Frau in Genf vorübergehend verhaftet worden waren. Gaddafi habe erklärt, man habe seinem Sohn Unrecht angetan, berichtete Merz.

Später habe sich die Situation beruhigt. Merz forderte nach eigenen Angaben, dass der am vergangenen 20. August von ihm mit Libyen unterzeichnete Vertrag umgesetzt werde.

Das bedeute vor allem, dass die beiden in Libyen zurückgehaltenen Schweizer in die Heimat zurückkehren müssten, sagte der Bundespräsident. Diese Bedingung habe er ganz klar gestellt.

Es sei nun an der libyschen Seite und am Leader Gaddafi, diese Bedingung zu erfüllen. Gaddafi habe schliesslich zugesichert, er werde sich persönlich um die Angelegenheit kümmern.

«Der libysche Staatschef hat sich zu dem Vertrag bekannt und zeigte sich bereit zu einer Normalisierung der Beziehungen», sagte Merz.

Die beiden Schweizer wurden laut Merz von den libyschen Behörden an einen «sicheren» Ort gebracht. Gaddafi habe diese Massnahme damit begründet, dass Libyen befürchte, die Schweiz könnte versuchen, die Geiseln gewaltsam zu befreien. Merz versicherte Gaddafi, dass die Schweiz keine solchen Absichten hege.

Die zwei Geschäftsleute werden seit einem Jahr in Libyen festgehalten. Libyen wirft ihnen vor, Visaübertretungen begangen zu haben.

swissinfo.ch und Agenturen

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