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Ogi trifft Rau

Der deutsche Bundespräsdient Rau (rechts) und Ehefrau Christina (zweite von links) begrüssen in Berlin den Schweizer Bundespräsidenten Adolf Ogi und Ehefrau Katrin. Keystone

Der Schweizer Bundespräsident Adolf Ogi ist am Mittwoch (29.11.) in Berlin mit dem deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau zusammengekommen. Dabei ging es um die Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die als unproblematisch gelten. .

Ogi schliesst damit eine zweitägige Visite in der deutschen Hauptstadt ab. Anlass des Besuchs war die Ehrung des Präsidenten mit dem «Europäischen Solar-Preis 2000».

Am Mittwochmorgen informierte sich Ogi über den Ausbau Berlins zur deutschen Hauptstadt. So, wie die Schweizer Botschaft sich dort im Zentrum des neuen Regierungsviertels präsentiere, stelle er sich auch den Platz der Eidgenossenschaft in Europa vor: «in der Mitte, offen, mit starker, von weither erkennbarer Identität», sagte Ogi.

Am Dienstag traf Ogi den deutschen Verteidigungsminister Rudolf Scharping. Von seinem Amtskollegen liess er sich über die Pläne einer EU-Krisen-Streitmacht informieren. Er schloss nicht aus, dass sich für die Schweiz – trotz ihrer Nicht-Mitgliedschaft in EU und NATO – später die Frage eines Beitrages stelle. Bis heute seien jedoch noch nicht einmal alle mit einer solchen Streitmacht verbundenen Fragen zwischen EU und NATO geklärt.

Outplacements prüfen

Ogi sagte vor Journalisten, er nehme aus dem Gespräch mit Scharping «einige Ideen» mit, wie die Zusammenarbeit zwischen Streitkräften und der privaten Wirtschaft verbessert werden könnte. Die Schweiz sollte prüfen, ob sie – wie Deutschland – eventuell einige Tätigkeiten der Privatwirtschaft übertragen könnte.

Sein Nachfolger im Amt des Verteidigungsministers sollte sich deshalb einmal die Verträge ansehen, die in Deutschland im Zuge der Streitkräftereform mit der Privatwirtschaft abgeschlossen werden, sagte der abtretende Bundesrat.

Platz der Schweiz in Europa

Beeindruckt zeigte sich Ogi vom Ausbau Berlins zur deutschen Hauptstadt. So, wie die Schweizer Botschaft sich dort im Zentrum des neuen Regierungsviertels präsentiere, stelle er sich auch den Platz der Eidgenossenschaft in Europa vor: «in der Mitte, offen, mit starker, von weither erkennbarer Identität».

Energiepolitik: «Mehr Beachtung im Ausland als zu Hause»

Ogi zeigte sich noch einmal geehrt über die Auszeichnung mit dem «Europäischen Solar-Preis 2000» am Dienstagabend. «Es ist das erste Mal, dass ein Schweizer hier ausgezeichnet wird», unterstrich er. Die Ehrung gelte aber nicht ihm allein. «Offensichtlich findet die Schweizer Energiepolitik im Ausland mehr Beachtung als zuhause», stellte der Bundespräsident fest.

swissinfo und Agenturen

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