The Swiss voice in the world since 1935

So kommt man im Herbst unfallfrei nach Hause

Keystone-SDA

Kürzere Tage, tief stehende Sonne und wechselnde Strassenverhältnisse stellen Verkehrsteilnehmende im Herbst vor besondere Herausforderungen. Der Touring Club Schweiz (TCS) zeigt, wie sie sich schützen können.

(Keystone-SDA) Für gute Sicht sorgen: Blendende Sonne, Nebel und Regen schränken die Sicht ein. Eine saubere Windschutzscheibe, funktionierende Scheibenwischer und saubere Scheinwerfer helfen laut TCS, den Überblick zu behalten. Bei eingeschränkter Sicht muss das Abblendlicht eingeschaltet werden. Auf die Lichtautomatik sollte man sich dabei nicht verlassen, da sie bei Nebel oder starkem Regen möglicherweise nicht reagiert. Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten sind nur bei stark eingeschränkter Sicht zu verwenden.

Im Strassenverkehr besser sichtbar sein: Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velo- und E-Trottinett-Fahrende sind bei Dunkelheit besonders gefährdet. Laut TCS sind dunkel gekleidete Personen erst aus rund 25 Metern Entfernung sichtbar, mit heller Kleidung aus etwa 40 Metern und mit reflektierendem Material aus bis zu 140 Metern. Reflektierende Elemente an mehreren Körperstellen erhöhen deshalb die Sicherheit. Bei Velos müssen Vorder- und Rücklicht funktionieren und bei Bedarf eingeschaltet werden. E-Bikes und E-Trottinette müssen auch tagsüber mit Licht unterwegs sein. Funktionierende Bremsen, saubere Reflektoren und Reifen mit ausreichend Profil tragen ebenfalls zur Sicherheit bei.

Das Fahrzeug auf die kalte Jahreszeit vorbereiten: Der TCS empfiehlt, Winterreifen bereits im Oktober zu montieren, statt auf den ersten Schneefall zu warten. Die Reifen sollten eine Restprofiltiefe von mindestens vier Millimetern aufweisen. Auch Batterie, Beleuchtung und Fahrzeugflüssigkeiten sollten vor dem Winter kontrolliert werden. Eiskratzer, Handbesen, Decke und passende Schneeketten gehören zur zweckmässigen Ausrüstung. Wer Schneeketten mitführt, sollte deren Montage vorab unter trockenen Bedingungen üben.

Bei Wildwechsel richtig reagieren: In der Morgen- und Abenddämmerung sowie in der Nähe von Wäldern und Feldern ist im Herbst vermehrt mit Wildtieren auf der Fahrbahn zu rechnen. Eine angepasste Geschwindigkeit und Bremsbereitschaft helfen, rechtzeitig zu reagieren. Taucht ein Tier auf, sollte die Geschwindigkeit reduziert und nötigenfalls gehupt werden. Gefährliche Ausweichmanöver sind zu vermeiden. Kommt es zu einer Kollision, muss die Polizei informiert werden. Verletzte Tiere dürfen nicht angefasst oder bewegt werden. Stattdessen sollten Verkehrsteilnehmende Abstand halten und das Eintreffen der zuständigen Fachpersonen abwarten.

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft