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Solothurner Bevölkerungswachstum ist zum dritten Mal schwächer

Keystone-SDA

Der Solothurner Bevölkerung ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr erneut gewachsen. Während der Kanton ein Wachstum von 0,6 Prozent erlebte, gab es regional deutliche Unterschiede. Das Wachstum fiel nach Angaben des Kantons zum dritten Mal in Folge geringer aus.

(Keystone-SDA) Der Kanton Solothurn zählte Ende 2025 insgesamt 293’081 Einwohnerinnen und Einwohner, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Mit einem Plus von 1674 Personen setzte sich der abgeschwächte Wachstumstrend im Kanton fort.

Dieses Wachstum ist ausschliesslich auf den sogenannten Wanderungssaldo zurückzuführen: Im vergangenen Jahr zogen rund 10’900 Personen in den Kanton, während etwa 9200 Personen ihn verliessen.

Besonders attraktiv scheint der Kanton Solothurn für Menschen aus den Nachbarkantonen Bern und Aargau sowie aus Deutschland zu sein, wie aus der Statistik hervorgeht. Ohne diese Zuzüge würde die Bevölkerung schrumpfen, da die Zahl der Todesfälle die der Geburten leicht überstieg.

Regionale Unterschiede

Die regionalen Unterschiede sind relativ gross. Während Olten wächst, schrumpft Solothurn leicht. Ein Blick auf die Bezirke zeigt: Der Bezirk Olten ist mit einem Zuwachs von 1,1 Prozent der Wachstumssieger, gefolgt von Lebern und Thierstein (je 1,0 Prozent).

Im Gegensatz dazu verzeichneten der Bezirk Dorneck (minus 0,4 Prozent) und der Bezirk Solothurn (minus 0,3 Prozent) einen leichten Rückgang der Einwohnerzahlen. Die Entwicklung auf Gemeindeebene: Holderbank verzeichnete mit 5,6 Prozent das stärkste prozentuale Wachstum, gefolgt von Gunzgen (4,4 Prozent) und Deitingen (3,4 Prozent). Am stärksten rückläufig war die Bevölkerung in Obergerlafingen (minus 5,4 Prozent).

Der Ausländeranteil im Kanton liegt bei 26,2 Prozent. Die grössten Gemeinschaften bilden dabei Menschen aus Italien (14,4 Prozent) und Deutschland (14,2 Prozent).

Bei den religiösen Zugehörigkeiten setzt sich der Trend zur Konfessionslosigkeit fort: Mit 60,5 Prozent stellen Konfessionslose und Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften mittlerweile die deutliche Mehrheit, während die Landeskirchen weiter an Boden verlieren.

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