The Swiss voice in the world since 1935

St. Galler Kulturregionen wehren sich gegen Kürzungen

Keystone-SDA

Der St. Galler Kantonsrat solle auf die vorgeschlagenen Einsparungen bei der Kultur verzichten. Dies fordern die sechs regionalen Kulturförderorganisationen in einem Communiqué.

(Keystone-SDA) Die Kürzungen würden einen Sektor treffen, «der bereits mit knappsten Mitteln, tiefen Honoraren und viel unbezahlter Arbeit auskommen muss». Kulturangebote in allen Regionen seien dadurch gefährdet.

Unter anderem wolle der Kanton seinen Beitrag an die regionale Kulturförderung reduzieren: Bisher verdopple er jeweils die Beiträge der Gemeinden. Künftig soll er zu jedem Gemeindefranken nur noch 75 Rappen beitragen.

Damit sende der Kanton ein problematisches Signal: Wenn er selbst sein Engagement zurücknehme, könne dies auch die Bereitschaft der Gemeinden schwächen, die gemeinsame Förderung weiterhin im bisherigen Umfang mitzutragen.

Grosse Auswirkungen befürchtet

Kulturelle Angebote würden durch Beiträge verschiedener Geldgeber und eigene Einnahmen finanziert. «Fehlt ein Teil, lässt sich ein Vorhaben nicht immer einfach verkleinern», heisst es in der Mitteilung.

Das Angebot könnte auch ganz entfallen. Damit gingen weitere Mittel und Aufträge verloren. Die Folgen der Sparmassnahmen reichten deshalb weit über den eingesparten Kantonsbeitrag hinaus.

Hinter dem Communiqué stehen die sechs regionalen Kulturförderorganisationen: Kultur St. Gallen Plus, Kultur Toggenburg, Kultur Zürichsee Linth, Rheintaler Kulturstiftung, Südkultur, Thur Kultur.

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

Swissinfo bei Google bevorzugen

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft