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Stadt Bern verzeichnet Mini-Überschuss dank höheren Steuererträgen

Keystone-SDA

Die Stadt Bern hat ihre Rechnung 2025 mit einem kleinen Überschuss von 1,7 Millionen abgeschlossen. Eine finanzpolitische Trendwende sei das aber noch nicht, sagte Finanzdirektorin Melanie Mettler (GLP) am Donnerstag.

(Keystone-SDA) Budgetiert hatte die Stadt eigentlich ein Defizit von 29,8 Millionen Franken. Dass das Resultat nun um 31,5 Millionen Franken besser ausfiel als budgetiert, ist auf höhere Steuererträge zurückzuführen. Diese lagen insgesamt 37 Millionen Franken über Budget, wie Mettler vor den Medien ausführte.

Allerdings sind rund 25 Millionen Franken dieses Mehrbetrags einmalig, wie Bernhard Eicher, der Leiter der Steuerverwaltung seit letztem Sommer, sagte.

Insgesamt nahm die Stadt Bern 648 Millionen Franken an Steuern ein. Der Fiskalertrag lag damit um rund 6 Prozent höher als budgetiert. Die Bedeutung von juristischen Personen nahm leicht zu.

18 Millionen Franken sind auf die nachfakturierte Gewinnsteuer einer juristischen Person zurückzuführen. Um welches Unternehmen es sich handelte, wollte Eicher nicht sagen. «Wir haben es abgeklärt beim Kanton. Es handelte sich leider um einen einmaligen Effekt.» Dennoch freue sich die Stadt natürlich über den Betrag.

Der Umsatz der Stadt betrug 2025 rund 1,5 Milliarden Franken. Die finanzpolitischen Reserven stiegen auf rund 96 Millionen Franken. Die Stadt verfehlte somit die Eigenkapitalhöhe von 120 bis 180 Millionen Franken weiterhin. Diese hatte der Gemeinderat in seiner Finanzstrategie definiert.

Die Verschuldung der Stadt blieb unverändert bei 1,5 Milliarden Franken.

Wie schon vor einem Jahr verfehlte die Stadt drei von vier übergeordneten Zielen ihrer Finanzstrategie. Einzig beim Bruttoverschuldungsanteil leuchtete die Farbe Grün.

«Noch keine stabilen Finanzen»

Bei den Investitionen verzeichnete die Stadt wieder einen Anstieg, nachdem diese zuvor zurückgegangen waren. Sie betrugen 2025 rund 160 Millionen Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad betrug 60 Prozent. Die Stadt rechnet nicht damit, dass das Investitionsvolumen mittelfristig zurückgeht.

96 Millionen Franken flossen in Hochbauprojekte, 43 Millionen in den Tiefbau und 16 Millionen in die Informatik. Insgesamt realisierte die Stadt rund 83 Prozent der Investitionen, die sie geplant hatte, was im zehnjährigen Schnitt hoch sei.

Die aktuelle Weltlage werde auch die Stadt noch herausfordern, sagte Reto Rutschi, der Leiter der städtischen Finanzverwaltung. «Momentan sind wir aber noch recht stabil unterwegs.» Unsicherheiten bestünden etwa bei der Entwicklung von Teuerung und Zinsen.

«Wir haben heute noch keine stabilen Finanzen», stellte Mettler abschliessend klar. Der Abschluss ermögliche es dem Gemeinderat jedoch, seinen finanzpolitischen Weg weiterzugehen.

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