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Stadt Winterthur will weiter mit Busfahrern verhandeln

Keystone-SDA

Die Stadt Winterthur will die Gespräche mit der Gewerkschaft VPOD und den Fahrerinnen und Fahrern von Stadtbus Winterthur fortsetzen. Am 24. März soll es eine weitere Gesprächsrunde geben. Die Gegenseite hält an Streikdrohung fest.

(Keystone-SDA) Alle Forderungen können laut Stadtrat nicht sofort erfüllt werden. Die Prüfung höherer Zulagen dauert mehrere Monate, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte. Dies weil das gesetzliche Gleichbehandlungsgebot beachtet werden müsse. Möglich seien aber Verbesserungen im Bereich der Minusstunden und der Ersatzdienste.

Der Stadtrat sichert den Mitarbeitenden weiter zu, ab dem 1. Juni einen Ersatzdienst, sogenannte Springerdienste, pro Mitarbeiter pro Monat zu streichen. Dies sei der nächstmögliche Termin. Ab dem 24. März soll die Leitung von Stadtbus Winterthur im Auftrag des Stadtrats konkrete Verhandlungen mit den Mitarbeitenden führen.

Sollte der Streik durchgezogen werden, hätte das grosse Folgen für die Passagierinnen und Passagiere. «Stadtbus Winterthur muss den Betrieb einstellen, wenn ein neuer Streik organisiert wird», heisst es in der Mitteilung. Dies sei auch zum Schutz der Mitarbeitenden, die nicht streiken möchten, betonte der Stadtrat.

Gewerkschaft zeigt sich enttäuscht

Der an der letzten Personalversammlung gefasste Streikbeschluss bleibe bestehen, schrieb die Gewerkschaft VPOD am Mittwochabend als Antwort auf die Stellungnahme des Stadtrats. Gleichzeitig komme die Stadtbus-Belegschaft dem Stadtrat ein weiteres Mal entgegen, indem sie die nächsten Gespräche abwarten würde, die am kommenden Dienstag stattfinden sollen.

Die Gewerkschaft zeigte sich jedoch enttäuscht über die Reaktion des Stadtrates. Die Anliegen der Mitarbeitenden von Stadtbus Winterthur bezüglich fairer Regelung bei den Ersatzdiensten, dem Ende der damit verbundenen Minusstunden sowie Verbesserungen bei den Nacht- und Sonntagszulagen würden unbeantwortet bleiben.

Streikfrage noch offen

Am 3. März streikten die Winterthurer Busfahrer vom frühen Morgen bis gegen 8.30 Uhr. Hintergrund ist ein seit längerem schwelender Konflikt um die Arbeitsbedingungen. Der VPOD kritisiert kurzfristige sogenannte Springertage mit möglichen Minusstunden, zu tiefe Nachtzuschläge sowie Mängel bei Ersatzdiensten und Dienstplanung. Zudem müssten sich Angestellte an Schäden beteiligen, ohne ausreichende rechtliche Grundlage.

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