Stadtpolizei Zürich äussert Vermutung, warum Mole gesunken ist
Die Stadtpolizei Zürich vermutet, dass wegen Unterhaltsarbeiten die Betonmole am Hafen Tiefenbrunnen in der Nacht auf Donnerstag im Zürichsee versunken ist. Die genaue Ursache wird noch abgeklärt.
(Keystone-SDA) Offenbar wurden im Rahmen von Unterhaltsarbeiten Schächte an der Mole geöffnet, wie die Stadtpolizei Zürich am Freitag mitteilte. Durch die Schächte und Hohlräume sei Wasser in die Mole geflossen, wodurch sie absank. Warum die Schächte geöffnet wurden, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Durch das Versinken des Stegs wurden zahlreiche Boote aus ihren Verankerungen gerissen und in die Tiefe gezogen. Dutzende Boote konnten bereits am Donnerstag gesichert, an andere Liegeplätze verlegt oder ausgewassert werden. Mit Hilfe eines Tauchroboters konnte ein Schiff auf dem Seegrund lokalisiert werden. Ein Boot wurde auch am Freitag noch vermisst.
Ölsperre bleibt weiterhin bestehen
Die Suche respektive Planung zur Bergung dieser Schiffe laufen noch. Die betroffenen Bootsbesitzerinnen und Bootsbesitzer werden laut Stadtpolizei zu gegebenem Zeitpunkt durch die Hafenverwaltung orientiert, wie weiter vorgegangen wird. Die Arbeiten am Hafen werden noch einige Tage in Anspruch nehmen.
Dass sich Betriebsstoffe weiter ausbreiten, konnte durch die eingerichtete Ölsperre verhindert werden. Diese bleibt weiterhin bestehen, auch wenn Kontrollen ergaben, dass die Uferzonen intakt sind. Der Bereich rund um die gesunkene Mole wurde für Taucher und Boote gesperrt.