Staubsaugerzug entfernt im Gotthard-Basistunnel den Feinstaub
Zweimal im Jahr lassen die SBB den 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnel von Feinstaub reinigen. Dafür haben die Mitarbeitenden lediglich rund acht Stunden Zeit, wie SBB-Anlagemanager Mauro Frigerio dem Video-Team von Keystone-SDA ausführte.
(Keystone-SDA) An einem einzigen Einsatzwochenende, vom Samstag auf Sonntag sowie Sonntag auf Montag, wird jeweils eine Tunnelröhre pro Nacht von Gleisschotter und Bankettstaub befreit. Bis zu einer Tonne Feinstaub holt der Staubsaugerzug aus dem längsten Eisenbahntunnel der Welt, wie Frigerio in der Nacht auf Montag bei einer Medienbegehung des Tunnels während der Reinigungsarbeiten sagte.
Die Mitarbeitenden stehen unter Zeitdruck. In den acht Stunden, welche für die Reinigungsarbeiten zur Verfügung stehen, müssen die Teams zeitgleich von den Portalen in Erstfeld UR und Bodio TI einfahren, die Baustelle sichern, Wartungs- und Inspektionsarbeiten durchführen und kleinere technische Störungen beheben, bevor der Tunnel wieder freigegeben wird.
Ein besonderes Augenmerk gilt den Brandschutztüren zu den Notfall- und Fluchtstollen in der Multifunktionsstelle in Faido TI: Deren Schienen werden von Hand gesäubert und die Elektronik wird überprüft. Im Ernstfall müssen diese Türen einer Hitze von 1000 Grad während 90 Minuten standhalten, wie Frigerio sagte.
Die Bedingungen im Berginnern sind anspruchsvoll: Es herrschen Temperaturen von bis zu 40 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit.
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