Studie findet keine negativen Effekte von Fluorid im Trinkwasser
Fluorid im Trinkwasser hat laut einer neuen Studie keine negativen Auswirkungen auf Neugeborene. Forschende fanden bei über 11 Millionen Geburten keinen Zusammenhang mit dem Geburtsgewicht, der Schwangerschaftsdauer oder dem Risiko einer Frühgeburt.
(Keystone-SDA) «Diese Ergebnisse bestätigen die Sicherheit von Fluorid in Trinkwasser während der Schwangerschaft», schrieb das internationale Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Basel in der im Fachblatt «Jama Network Open» veröffentlichten Studie.
Fluorid hilft, Karies zu verhindern, wie die Universität Basel am Mittwoch einer Mitteilung zur Studie erklärte. Neben vielen Zahnpasten wird das Spurenelement auch gezielt eingesetzt, um die Zahngesundheit der gesamten Bevölkerung zu fördern. In der Schweiz erfolgt dies vor allem durch die Zugabe von Fluorid zu Speisesalz.
In den USA hingegen wird Fluorid seit dem Ende der 1940er-Jahre dem Trinkwasser zugesetzt. Diese Praxis ist jedoch umstritten, wie die Universität Basel erklärt. Immer wieder werden Bedenken hinsichtlich möglicher gesundheitlicher Risiken geäussert, insbesondere für Ungeborene. Die Debatte wird auch auf politischer Ebene geführt. So lobte der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. kürzlich den Bundesstaat Utah für das Verbot der Trinkwasserfluoridierung und forderte eine Neubewertung der offiziellen Empfehlungen.
Daten von 11,5 Millionen Geburten
Die aktuelle Studie setzt an diesem Punkt an. Die Forschenden analysierten dafür Daten von rund 11,5 Millionen Geburten in den USA über einen Zeitraum von 21 Jahren. Dabei verglichen sie die Veränderungen bei den Geburtsdaten innerhalb eines Bezirks vor und nach der Einführung der Fluoridierung. Als Kontrollgruppe dienten Bezirke, die ihrem Wasser im Untersuchungszeitraum nicht oder erst später Fluorid zusetzten.
Die Ergebnisse waren eindeutig: Es zeigten sich keine messbaren Unterschiede beim durchschnittlichen Geburtsgewicht, bei der Häufigkeit von niedrigem Geburtsgewicht (unter 2500 Gramm), bei der Schwangerschaftsdauer oder beim Risiko für Frühgeburten. Die berechneten Effekte waren nicht nur statistisch unbedeutend, sondern auch klinisch nicht relevant.
Mit ihren Ergebnissen stützen die Forschenden die Empfehlungen der Behörden.