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Pandemie Coronavirus: die Situation in der Schweiz

Freiwillige füllen in Lausanne Säcke mit Lebensmitteln, bevor sie diese an Menschen in prekären Situationen verteilen. Die Lebensmittelverteilung findet jeden Mittwoch statt. Diese Woche wurden 440 Säcke mit Lebensmitteln für 220 Personen verteilt.

(Keystone / Jean-christophe Bott)

Gesundheitsminister Alain Berset ist optimistisch. Die Bevölkerung halte sich grösstenteils an die Regeln. Doch am langen Auffahrtswochenende lockt schönes Wetter. Die Disziplin lässt nach.

Am Auffahrtswochenende stürmten viele Schweizer die Naherholungs- und Berggebiete. Die Polizei musste in der ganzen Schweiz Anlagen räumen und Bussen verteilen, weil die Sicherheitsmassnahmen nicht eingehalten wurden.

Ein nicht offizielles Fussballspiel hat am Donnerstag in Lausanne sogar fast 1000 Menschen angelockt. Dies, obwohl Massenveranstaltungen verboten sind. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein, um die Verantwortlichen des Anlasses zu identifizieren.

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  • Das Konjunktur-Analysezentrum Créa der Universität Lausanne rechnet mit einem Einbruch der Schweizer Wirtschaft um 8.2 Prozent in diesem Jahr.
  • Die Pandemie wird den Tourismus in den Schweizer Grossstädten am härtesten treffen. Dies geht aus einer Studie der Credit Suisse hervor. Die Berghotels dürften dagegen von den inländischen Gästen profitieren.
  • Die Appenzell Innerrhoder Landsgemeinde, deren Verschiebung von Ende April auf den 23. August vorgesehen war, findet nicht statt. Die Kantonsregierung auf das Datum hin eine Urnenabstimmungen angesetzt.
  • Die Schweizer Spitäler schätzen den finanziellen Schaden durch die Covid-19-Massnahmen auf 1.5 bis 1.8 Milliarden Franken – 80 Prozent davon wegen des Operationsverbots. 
  • Der Bundesrat will den Zugang zu Corona-Impfstoffen sichern: Das Innendepartement soll Vertragsverhandlungen mit Herstellern aufnehmen. 
  • Am Mittwoch nächster Woche will der Bundesrat die Details des dritten Öffnungsschritts festlegen. Am 8. Juni werden voraussichtlich Treffen von mehr als fünf Personen wieder möglich sein, auch in Restaurants, wo derzeit eine Vier-Personen-Regel gilt. Zudem ist geplant, weitere Schulen und Ausbildungsstätten, Theater, Kinos, Zoos, botanische Gärten, Campingplätze, Schwimmbäder und Bergbahnen wieder zu öffnen.
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Das Coronavirus in der Schweiz

Die Schweizer Regierung hat die Massnahmen gegen Covid-19 ab 27. April gelockert. Welche Folgen hat dies für die Bevölkerung?

Umfrage: Bevölkerung hat Lockdown ohne Lagerkoller überstanden

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Die Stimmung in der Schweizer Bevölkerung wird gegenwärtig als stabil eingeschätzt. Das zeigt die dritte SRG-Umfrage "Die Schweiz und die Corona-Krise"externer Link. "Weil keine Ausgangsbeschränkungen erlassen wurden und die Bewegungsfreiheit im internationalen Vergleich immer relativ gross war, ist kein Lagerkoller entstanden", schreiben die Autorinnen und Autoren.

Das Vertrauen in den Bundesrat (Landesregierung) bleibt nach wie vor hoch. Während im ersten Monitoring der Bevölkerung zur Corona-Pandemieexterner Link Ende März 61% der Befragten angaben, grosses oder sehr grosses Vertrauen in die politische Führung zu haben, waren es im zweitenexterner Link sogar 67%, und jetzt bei der dritten Ausgabe Anfang Mai immer noch 62%.

Die Furcht vor einer persönlichen Betroffenheit hat seit der ersten Umfrage leicht abgenommen. Eine grosse Mehrheit der Bevölkerung fürchtet sich demnach nicht vor einer persönlichen Covid-19-Erkrankung. Noch rund ein Viertel der Befragten rechnet derzeit mit einem schweren oder tödlichen Verlauf.

Persönliche Befürchtungen

Grafik: Persönliche Befürchtungen

Ein Grossteil der Bevölkerung trägt die Lockerung der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus mit. Allerdings geht es einer Mehrheit bei der Wiedereröffnung der Geschäfte zu langsam, im Gastrobereich aber eher zu schnell.

Einschätzung der Lockerungen vom 11. Mai

Grafik: Einschätzung der Lockerungen vom 11. Mai

Weiterhin keine Mehrheit findet sich für eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken beim Einkaufen. 53% sind dagegen. Der sprachregionale Gegensatz in dieser Frage hat sich laut der Umfrage nochmals vergrössert: "In der lateinischen Schweiz hat die Zustimmung deutlich zugenommen, und in der Romandie und insbesondere in der Südschweiz bestehen nun klare Mehrheiten für eine Maskenpflicht."

Die Umfrage wurde online vom 2. bis 5. Mai 2020 von der Forschungsstelle Sotomo im Auftrag der SRG SSR durchgeführt. 32'485 Fragebogen wurden ausgewertet. Der Fehlerbereich beträgt +/- 1,1 Prozentpunkte.

Fotogalerie Coronavirus


Raus aus dem Lockdown

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Am 16. April hat die Schweizer Regierung ihre Exit-Strategie aus dem Lockdown verkündet. Die Lockerung erfolgt in drei Schritten. 

27. April: Spitäler für nicht- dringliche Eingriffe, Ärzte/Zahnärzte, Coiffeure, Baumärkte und Gartencenter.

11. Mai: alle Läden, Restaurants, Märkte, öffentliche Schulen, Museen, Bibliotheken. Im Sport sind Trainings möglich.

8. Juni: weitergehende Schulen und Hochschulen sowie Kulturinstitutionen und Zoos.

15. Juni: Öffnung der Grenzen zu Deutschland, Frankreich und Österreich.

Noch offen ist der Termin für eine Lockerung des Veranstaltungsverbots bis 1000 Personen. Auch die Öffnung von Diskotheken, Nachtclubs, Erotikbetrieben und Angeboten der Prostitution ist noch nicht terminiert. Zudem gelten die Homeoffice-Vorgaben für besonders gefährdete Personen bis auf weiteres. Noch nicht näher geplant sind auch die vollständige Öffnung der Grenzen sowie die komplette Aufhebung der Einreisebeschränkungen.

Am längsten dürfte es dauern, bis die Schutzkonzepte überflüssig werden, Präventionsmassnahmen oder die Abstands- und Hygieneregeln ausser Kraft gesetzt werden. Bei all diesen Punkten heisst es seiten des Bundes: "Termin offen".


Wie viele sind in der Schweiz am Coronavirus infiziert?

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Aktuelle Zahlen ersehen Sie in unserer laufend aktualisierten Grafik:

Fallentwicklung

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top 15 Länder

Grafik: Coronavirus: Fallzahlen nach Land


Sind Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer speziell betroffen?

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Ja. 

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Die Auslandschweizer-Organisation Deutschland sagte die für Mai geplante Jahreskonferenz in Düsseldorf ab. Der Kongress der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Frankreich (UASF) von Ende April in Mulhouse wurde ebenfalls abgesagt, wie auch der Kongress der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Italien, der in Florenz geplant war.

Aktuell sind aufgrund der Reisebeschränkungen viele Doppelbürger von Quarantänen und Stornierungen betroffen.

"Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer tragen die alleinige Verantwortung für Aktivitäten im Ausland. In einer Krisensituation müssen sie sich selbständig informieren", sagte Christian Bock, Direktor der Eidgenössischen Zollverwaltung, am 17. März.

+ So erleben Schweizer im Ausland die Corona-Krise

+ Schweizer Bierbrauer sorgt in Tansania für saubere Hände

+ Israels Einreisesperre für Auslandschweizer: Hochzeit abgesagt, Beerdigung verpasst

+ Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer fliehen aus Italien


Wo finde ich mehr Informationen? 

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Hier eine Liste der Links, wo Sie jederzeit selbst die aktuellen Updates aus erster Hand erfahren können. 

Bundesamt für Gesundheit (BAG)externer Link

Weltgesundheits-Organisation (WHO)externer Link

Internationale Übersichtskarteexterner Link

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