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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
 
Der kanadische Schwinger Thomas Badat ist einer der sechs Gäste aus Nordamerika, die morgen am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest ins Sägemehl treten.
 
Wir haben ihn im Training besucht – und zwei absolut sehenswerte Videos produziert. Auf den Bildschirmen unserer Redaktion sind sie der Hit der Woche.
 
Herzlicher Gruss und ein erholsames Weekend!

Extra fürs ESAF 2025 angereist: Zwei Schwinger aus Kanada mit Ihrem Betreuer in Mollis.
Fürs ESAF aus Kanada angereist: Thomas Badat und Martin Mathis. In der Mitte ihr Betreuer, der ehemalige Schwinger Adrian Oertig. Instagram / esaf2025

Heute startet in Mollis im Glarnerland mit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest der Schweizer Event des Jahres.

Das Schwingfest findet nur alle drei Jahre statt, erstmals nun im Kanton Glarus.

Bis Sonntag erwarten die Veranstalter 350’000 Besuchende. 15 Jahre Arbeit stecken in der Vorbereitung. Morgen Samstag marschieren ab 8 Uhr die 274 Schwinger in die «grösste temporäre Arena der Welt» ein, wie die Veranstalter sagen.

In acht Gängen, je vier am Samstag und Sonntag, wird der nächste Schwingerkönig ermittelt. Die beiden besten Schwinger nach sieben Gängen kämpfen im Schlussgang um den Königstitel. Der Sieger erhält zudem den Muni «Hägar».

Daneben geht es auch um die eidgenössischen Kränze. Wer einen solchen erringt, darf sich fortan «Eidgenosse» nennen. 

Auch sechs Auslandschweizer aus Nordamerika treten an. Einige von ihnen sind das erste Mal überhaupt in der Schweiz – andere schon wahre Routiniers.

Maurer
Ueli Maurer und Xi Jinping bei Maurers Besuch in Peking 2019. Keystone

China feiert am Mittwoch das Ende des Zweiten Weltkriegs. Jetzt wird bekannt: Daran nimmt auch alt Bundesrat Ueli Maurer teil – als einziger Vertreter der Schweiz.

Laut einem Bericht von SRF zeigt China an der grössten Militärparade seit zehn Jahren seine neusten Waffen. Dazu hat das Land Gäste aus fünf Kontinenten nach Peking eingeladen. Ehrengast ist Wladimir Putin, dabei ist auch Kim Jong-un aus Nordkorea und der international geächtete General Min Aung Hlaing, der sich in Myanmar an die Macht geputscht hat.

Auf einer Liste der Eingeladenen steht laut SRF auch alt Bundesrat Ueli Maurer. Neben dem SVP-Politiker hat China noch ein halbes Dutzend weitere ehemalige Amtsträger aus Europa eingeladen, die sich in ihrem Amt chinafreundlich zeigten. Die meisten amtierenden Staatschefs Europas bleiben dem Anlass aber fern.

Ueli Maurer sagt gegenüber SRF, er habe von China eine Einladung erhalten und diese angenommen. Es sei wichtig, Beziehungen zu China zu pflegen. Seine Reise erfolgt gemäss Bund im privaten Rahmen und nicht im Auftrag des Bundesrats.

Ein Wohnhaus, das in Schräglage in einen See abrutscht
Zerstörtes Blatten: Die Menschen in der Schweiz lehnen einen Wiederaufbau mehrheitlich ab. Keystone / Michael Buholzer

Es ist ein überraschend deutliches Ja zu Zwangsumsiedlungen. Eine Mehrheit in der Schweiz befürwortet, dass Bergdörfer geräumt werden, wenn sie mittelfristig bedroht sind.

Die Behörden sollen Zwangsumsiedlungen bereits beim mittelfristigen Risiko eines Naturereignisses anordnen dürfen. 58 Prozent der Befragten sagten dazu «ja» oder «eher ja». Das ergibt eine repräsentative «Blick»-Umfrage, die heute für Schlagzeilen sorgt. «Der Bergsturz von Blatten VS hat das Land erschüttert. Mittlerweile ist die Solidarität aber der Nüchternheit gewichen», schreibt der Blick dazu.

In der Bevölkerung ist auch umstritten, ob Blatten wirklich wiederaufgebaut werden soll. Nur 42 Prozent der Befragten sagen dazu «ja» oder «eher ja». 55 Prozent sind dagegen. Auffallend tief ist die Zustimmung zum Wiederaufbau bei der urbanen Bevölkerung: 30 Prozent.

Dass man Personen bereits bei einem mittelfristigen Risiko evakuieren wolle, kann Thomas Egger, Direktor der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete, nicht nachvollziehen. Der Bergbevölkerung, die seit Jahren dort lebe, lasse sich das nicht vermitteln, sagte er zu «Blick». 

Kompass
Kompass-Initiative: Heute wurden die Unterschriften eingereicht. Keystone / Peter Klaunzer

Bei der Abstimmung über die neuen Verträge mit der EU soll nicht nur das Volk entscheiden, es brauche auch das Ständemehr. Die Initiative dazu wurde heute eingereicht.

Wenn die Schweiz über die neuen Verträge mit der EU abstimmt, soll das doppelte Mehr gelten. Das heisst, auch die Mehrheit der Kantone muss den Verträgen zustimmen. Das verlangt die «Kompass-Initiative», die heute Nachmittag beim Bund eingereicht worden ist.

Faktisch schmälert das Ständemehr die Erfolgschancen für die EU-Verträge an den Urnen deutlich, da es den Stimmen aus den konservativen, ländlichen Kantonen mehr Gewicht geben würde.

Der Bundesrat will, dass die Abstimmung über die EU-Verträge mit einfachem Volksmehr stattfindet. Hinter der nun eingereichten Initiative steht ein Kreis von wertkonservativen, vermögenden Unternehmern um den Investment-Milliardär Alfred Gantner.

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