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Heute in der Schweiz

​​​​​​​Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Heute steigen wir mit dem Schweizer Weltraumteleskop Cheops in höhere Sphären. Und am Ende der Lektüre gibt es einen vermeintlich typischen Schweizer Drink. Lassen Sie es sich schmecken.

Liebe Grüsse aus Bern

Heute war es nun soweit: Im zweiten Anlauf ist das Schweizer Weltraumteleskop Cheops heute Morgen erfolgreich zu seiner Mission aufgebrochen.

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Die Abkoppelung von der Raketenoberstufe gelang, das Teleskop hat den Erdorbit erreicht. In den nächsten Wochen und Monaten geht es um die Funktionstests.

Aufgrund einer fehlerhaften Komponente in der Raketenoberstufe musste der ursprünglich für Dienstag geplante Start auf Mittwoch verschoben werden. Cheops ist die erste ESA-Mission unter Schweizer Leitung und das erste Schweizer Weltraumteleskop.

Die ursprüngliche Idee für die Mission stammt von Didier Queloz. Zusammen mit Michel Mayor hatte er 1995 den ersten Exoplaneten entdeckt. Die beiden Astronomen erhielten dafür den diesjährigen Nobelpreis für Physik.

Blick durch eine Luke in ein Gefängnis.
RSI-SWI

Drei in Nordsyrien festgehaltene mutmassliche Schweizer Dschihadisten möchten in ihre Heimat zurückkehren. Die SRF-Sendung Rundschau und der Tages-Anzeiger konnten die drei Westschweizer interviewen.

Diese beklagen die harten Haftbedingungen und fordern von der Schweizer Regierung, sie zurückzuholen. Die drei Männer reisten zwischen 2013 und 2015 nach Syrien in den Dschihad. In den Gesprächen mit den Journalisten zeigen sie sich mehr oder weniger einsichtig.

Die Schweizer haben alle im Kalifat eine Familie gegründet. Ihre Frauen leben mit den Kindern in Lagern unter kurdischer Kontrolle. Eine der Frauen ist ebenfalls Schweizerin.

Der Bundesrat hatte im Frühling 2019 entschieden, Schweizer IS-Anhänger nicht aktiv zurückzuholen. Angestrebt werde stattdessen eine Strafverfolgung und ein Vollzug allfälliger Strafen im Tatortstaat nach internationalen Standards.

Wohnen Sie in Thailand? Dann begegnen Sie vielleicht öfters mal einem Ovo-Produkt, wenn Sie einkaufen gehen.

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Denn: Thailand, und nicht die Schweiz, ist der wichtigste Markt für Ovomaltine, wie Arnold Furtwaengler, Chef der Wander AG, heute in einem Interview mit Der Bund verrät. Allerdings heisst sie dort nicht Ovomaltine, sondern Ovaltine.

«Ich sage immer: Ovomaltine ist international, aber nicht global«, so Furtwaengler weiter. In Übersee sei Ovomaltine in Thailand, Myanmar, Brasilien und Nigeria stark. «Ausserhalb dieser Länder sind wir weniger präsent».

Die Wander AG ist Teil des britischen Konzerns ABF. In Neuenegg beschäftigt sie rund 260 Angestellte. Von dort stammt auch das berühmte Ovo-Pulver. Und Sie wissen ja: «Mit Ovomatline kannst Du’s nicht besser. Aber länger.»

Ein Uhrwerk
Code41

Zum Schluss noch etwas aus der Welt der Schweizer Start-up-Szene: Fast jede Woche erscheint eine neue Uhrenmarke auf den Crowdfunding-Plattformen. Viele scheitern, nicht so «Code41».

Seit drei Jahren verdoppelt die Firma ihren Umsatz jährlich. 2019 betrug er mehr als acht Millionen Franken. Eine kleine Meisterleistung in einer derart gesättigten Branche wie der traditionellen mechanischen Uhrmacherkunst.

Bei der Lancierung ihres ersten «hausgemachten» Uhrwerks X41 letzten Frühling wurde die Firma innert 36 Stunden mit Vorbestellungen im Umfang von 1,7 Mio. Franken überrannt.

Den Erfolg verdankt «Code41» zwei einfachen Ideen: Komplette Transparenz betreffend Kosten und Produkte sowie permanenter Dialog mit der Kundschaft. Zwei zeitgerechte Merkmale, die in der als konservativ und diskret bekannten Uhrenindustrie aber noch nicht selbstverständlich sind.

Hier geht es zum Artikel meines Kollegen Samuel Jaberg über «Code41».

Mehr über Start-ups in der Welt der Uhrmacherei erfahren Sie hier.

SWI swissinfo.ch hat zudem sechs interessante Fakten zur Schweizer Uhrenindustrie zusammengetragen (Archiv).

Die Willisauerringli aneinandergereiht.
Der Erfinder des Willisauer Ringlis stammt nicht etwa aus dem Kanton Luzern. lamiacucina

🎄 ADVENTSKALENDER 🎄 
Hier stellen wir Ihnen im Advent jeden Tag eine kulinarische Spezialität aus einem anderen Kanton vor. Ein Stück Heimat – egal, wo Sie gerade sind.
18. Dezember: das Willisauer Ringli

Heute stellen wir Ihnen ein geschichtsträchtiges Gebäck aus dem Luzerner Hinterland vor. 

Das Willisauer RingliExterner Link wird noch heute wie schon 1850 im Herzen des Städtchens Willisau produziert. Denn nur dann ist es ein Original Willisauer Ringli. 

Es gehört zu den bekanntesten «Guetzlis» der Schweiz, viele Touristen besuchen alleine der Spezialität wegen das charmante Städtchen. Dies tat auch meine Kollegin Melanie Eichenberger am vergangenen Wochenende – sehen Sie hierExterner Link

Typischerweise ist das Willisauer Ringli steinhart und es empfiehlt sich, es vor dem Verzehr in eine Tasse Kaffee oder Tee zu tauchen, um den Gang zum Zahnarzt zu vermeiden.

Das Originalrezept der Willisauer Ringli von Heinrich Maurer lautete folgendermassen: 7 Pfund Zucker, 7 kleinere Tassen Wasser, Rinde von zwei Zitronen und einer Orange und ca. 5 1/2 bis 6 Pfund Mehl. Hinzu kommen geheime Gewürze, die den Geschmack ausmachen.

Der Erfinder war aber nicht etwa ein waschechter Willisauer – er war AargauerExterner Link. Heinrich Maurer wurde am 19. Dezember 1819 als Sohn eines Bauern in Schmiedrued geboren.

Das Originalrezept ist geheim, eine Annäherung finden Sie auf swissinfo.ch.

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