Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
The Mamis and the Papis in der Schweiz, das Virus, der Luxus, die Uhr, die Mumie: Meine Themen-Picks vom Tag bringen Licht in diese geheimnisvolle Reihe. Viel Spass und
beste Grüsse aus Bern
Es ist ja schön, wenn die Kinderlein an ihren Eltern hängen. Was aber, wenn sie älter werden und partout nicht ausziehen wollen?
Hotel Mama ist voll im Trend. Die Söhne und Töchter Helvetias lieben es sogar. Denn sie verlassen das gemachte Nest immer später. Im Film «Wir Eltern» hat sich der bekannte und preisgekrönte Regisseur Eric Bergkraut aufgemacht, das Phänomen der «Mammoni» zu ergründen.
Bergkraut suchte nicht weit – er filmte im eigenen Wohnzimmer. In einer Szene beispielsweise kauen die Eltern dem Sohnemann Thema und Konzept für dessen Maturarbeit vor. Achtung Spoiler: Am Schluss ziehen die Eltern aus.
Das ist natürlich eine groteske Überzeichnung. Aber es ist eine Tatsache: In der Schweiz helfen Eltern ihren Kindern immer häufiger und intensiver bei den Hausaufgaben. Der Support von Papis und Mamis geht bis zur Lehrstellensuche und teilweise sogar zum Studium.
- Der Beitrag meiner Kollegin Sibilla Bondolfi aus der swissinfo.ch-Serie Elternsein in der Schweiz
- Annäherung an den Vaterschaftsurlaub – Bericht von swissinfo.ch
- FamilienspickExterner Link, das Schweizer Elternmagazin
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Das Coronavirus ist der Schlagzeilen-Totschläger der Stunde. Dabei ist die gewöhnliche Grippe der x-mal grössere Killer. Dennoch muss jetzt auch die Art Basel Hongkong um ihr Business fürchten.
Sie ist das Mekka der Gegenwartskunst in Asien: Die Dependence der Art Basel in Hongkong. Aus Angst vor dem Coronavirus verlangen die internationalen Kunsthändler die Annullierung der Messe vom März.
Es ist nicht von der Hand zu weisen: Die Zahl der Toten, die auf das Virus mit Herd in der chinesischen Stadt Wuhan zurückgehen, steigt. Mindestens 170 sind es in China bis heute.
Die Furcht vor einer Infizierung ist offenbar grösser als die Verlockung satter Gewinne. Bei der MCH Group, der Veranstalterin der Kunstmessen Art Basel und Art Miami, lösen die Signale der Branche kaum Freude aus, denn die Gesellschaft ist in finanzieller Schieflage. Das Coronavirus könnte also nicht nur Menschen, sondern auch das Kunstbusiness der MCH Group attackieren.
- Bericht Externer Linkin der Handelszeitung (Paywall)
- Die globalen Ambitionen der Art Basel – aus unserem Archiv
- David gegen Goliath punkto Kunst in Basel – swissinfo.ch-Bericht
Was für ein Glückspilz: Da kauft ein Amerikaner vor zig Jahren eine Rolex – für schlappe 346 Dollar. Jetzt erfährt er, dass seine Schweizer Uhr heute 700’000 Dollar wert ist.
Auf den Fotos in der Boulevardzeitung Blick sieht er aus wie ein alter Hippie: langes, graues Haar, von einem Band gebändigt, dazu ein Bart wie St. Nikolaus. Seinen Namen kennen wir nicht, wir wissen bloss, dass er ein Veteran der US-Armee ist.
Der ehemalige Soldat der US-Luftwaffe tauchte in einer der beliebten Antiquitätenshow eines US-TV-Senders auf. Das Stück, das er vor laufender Kamera auf den Tisch legte, war eine Rolex, gekauft 1974 in Thailand. Genauer: eine Oyster Cosmograph
400’000 Dollar: Als ihm der Experte diese Summe als Wert angibt, verliert der Mann den Halt und geht rücklings zu Boden.
Aber es kommt noch besser: Aufgrund des tadellosen Zustandes beziffert der Uhrenguru den Wert gar mit bis zu 700’000 Dollar. Irgendeine Vorahnung muss der Besitzer gehabt haben: Die Rolex hat bis heute nur das Innere eines Safes gesehen, und Quittung, Garantieschein und Originalverpackung sind allesamt noch vorhanden. Zeit ist eben doch Geld!
- Der ArtikelExterner Link im Blick
- Die teuerste Uhr der Welt ist auch eine Rolex – ihr Preis……Externer Link (watchtime.net)
- Der Hype von Vintage – swissinfo.ch-Bericht
Wenn wir es schon von teuren Gegenständen haben, die den Unterschied zum Gewöhnlichen ausmachen sollen: Da geht doch tatsächlich ein Schweizer Luxuskonzern pleite.
Aber nicht wegen des Coronavirus, sondern wegen eines anderen Virus: Staatsgelder entfremden. De Grisogono, die Luxusfirma aus Genf, macht die Schotten dicht, wie TA Media meldet. 65 Angestellte verlieren ihre Stelle.
Die Schönen und Reichen dieser Welt: Sie haben sich bei De Grisogono mit Schmuck und Uhren der XXL-Luxusklasse eingedeckt. Dazu richteten die Genfer rauschende Feste für die superreiche Klientel aus.
Doch das war zu viel. Nicht einmal 140 Millionen Franken, die seit 2012 nach Genf flossen, konnten das böse Ende verhindern. Seit Bekanntwerden des so genannten Luanda Leaks wissen wir nun, woher der Geldquell kam: aus der angolanischen Staatskasse. Als dort 2017 die Regierung wechselte, versiegte der Geldfluss – der Anfang vom Ende des Genfer Luxushändllers.
- Bericht im Tages-Anzeiger (Paywall)
- Die Luanda Leaks Externer Linkdes International Consortium of Investigative Journalists
- Zweifelhafte Steuerpraxis eines Modegiganten (swissinfo.ch)
Sie wollten schon immer eine Mumie? Dann ist jetzt die Gelegenheit gekommen: Die Südschweizer Gemeinde Brissago gibt eine solche ab – franko gratis!
Das Ganze hat natürlich einen Haken: Die einbalsamierte Ägypterin – sie ist über 2000 Jahre alt und trug den etwas zungenbrecherischen Namen Ta-scherit-en-Imen – verströmt einen Körpergeruch, der nicht mehr ganz als taufrisch bezeichnet werden kann.
Die gute Frau aus dem fernen Ägypten kam Ende des 19. Jahrhunderts ins Tessin; die letzten Jahrzehnte bewohnte sie den Dachboden der Gemeindeverwaltung von Brissago. Wo ihr neues Daheim sein wird, wissen im Moment nur die ägyptischen Götter.
- Bericht Externer Linkin der Aargauer Zeitung (e-Paper-Ausgabe)
- Der Artikel Externer Linkim Blick
- Ötzi in der Schweiz (swissinfo.ch)
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Morgen 31. Januar Punkt Mitternacht (MEZ) wird der Brexit Tatsache: Grossbritannien verlässt die Europäische Union.
Nach langem Ringen ist es nun soweit: der Brexit wird umgesetzt. Aber was bedeutet das für die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer im Vereinigten Königreich?
Die Schweizer Botschaft in London hat in den vergangenen Jahre eine ListeExterner Link mit den am häufigsten gestellten Fragen zusammengestellt.
Wie erleben Sie, liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die neusten Entwicklungen? Schreiben Sie uns.
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