Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Dieses Jahr findet in Luzern der 100. Auslandschweizer-Kongress statt. Zu diesem Anlass erhalten Sie, die Schweizer:innen im Ausland, eine schöne Würdigung: eine eigene Briefmarke.
Herzliche Grüsse aus Bern
«Eine Anerkennung für die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer»
Wenn Sie das nächste Mal in der Schweiz sind, können Sie den Liebsten zuhause einen Gruss mit einer speziellen Frankierung schicken: Die Post und die Stiftung Pro Patria haben eine Briefmarkenserie herausgegeben, die der Fünften Schweiz gewidmet ist.
Das Konzept für die detailreichen Motive wurden von jungen Auslandschweizer:innen in den Ferienlagern der Auslandschweizer-Organisation (ASO) erarbeitet, gezeichnet hat die Marken Sandra Liscio, eine Designerin aus Lugano, die in London lebt. “Es handelt sich um eine echte Anerkennung für die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die manchmal schlecht behandelt werden, wie im Rahmen der Kampagne der letzten eidgenössischen Abstimmungen über die 13. AHV-Rente“, sagt Ariane Rustichelli, Direktorin der ASO.
Die beiden Motive stehen für verschiedene Aspekte der Schweiz und die Verbindung zur Community der Swiss Abroad. Und auf jeder Marke ist ein kleines Geheimnis versteckt, wenn man mit dem Finger über die richtige Stelle reibt, erscheint ein zusätzliches Motiv.
- Erfahren Sie im Artikel meines Kollegen Olivier Pauchard alles über die neuen Auslandschweizer:innen-Briefmarken.
- Kürzlich war der brasilianische Aussenminister in Solothurn zu Besuch. Seine Vorfahren waren aus der Stadt nach Brasilien ausgewandert – Bericht von Schweiz aktuell via SWI swissinfo.ch.
- Apropos in die Schweiz reisen: Die Fluggesellschaft Swiss steht unter Verdacht, Greenwashing betrieben zu haben – Artikel von WatsonExterner Link.
Mehr
Der Bundesrat will die Zahlungen an die UNRWA wieder aufnehmen: 10 Millionen Franken für die Flüchtlinge in Gaza.
Ich habe im Briefing schon mehrmals über die UNRWA berichtet, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge. Die Neutralität des Hilfswerks wurde infrage gestellt, nachdem Israel Vorwürfe geäussert hatte, wonach Mitarbeiter:innen des Hilfswerks am Angriff vom 7. Oktober beteiligt gewesen sein sollen.
Darauf haben verschiedene Länder, auch die Schweiz, Zahlungen an die UNRWA eingestellt. Heute hat der Bundesrat entschieden, dem umstrittenen Hilfswerk doch 10 Millionen Franken zu zahlen. Das Geld soll auf Gaza beschränkt werden und der notleidenden Bevölkerung zugutekommen, wie der Bundesrat mitteilt.
Grund für den Meinungswechsel des Bundesrats ist der unabhängige Untersuchungsbericht über die Neutralität des Palästina-Hilfswerks sowie die Absprache mit anderen Geldgebern, wie der Tages-Anzeiger schreibt. Bevor das Geld definitiv freigegeben wird, wird der Bundesrat noch die Aussenpolitische Kommission konsultieren.
- Der Bundesrat forderte heute einmal mehr einen Waffenstillstand im Nahen Osten – Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link.
- Kann der Untersuchungsbericht auch das Vertrauen von Staaten wie den USA oder Israel in die UNRWA wieder herstellen? Unser Artikel dazu.
Die Konkurrenz nach dem 1. ESC-Halbfinal ist stark. Doch ein Sieg ist immer noch möglich. Wäre er ein Segen oder Fluch für die Schweiz?
Sind Sie im ESC-Fieber? Wie ich im Austauschsemester feststellen musste, hat der Gesangswettbewerb im Ausland einen viel höheren Stellenwert als in der Schweiz. Viele der teilnehmenden Länder haben jeweils auch eine viel höhere Gewinnchance als die Schweiz, aber das könnte sich dieses Jahr ändern.
Für die Schweiz tritt Nemo mit dem Song «The Code» in Malmö am ESC an, am Donnerstag muss Nemo sich im Halbfinal beweisen. Lange hat «The Code» die Wett-Tabellen angeführt, aktuell hat gemäss den Wettbüros der kroatische Beitrag «Rim Tim Tagi Dim» die höchsten Gewinnchancen. Übrigens ein Song über junge Menschen, die aus ihrer Heimat auswandern, gesungen vom Künstler Baby Lasagna.
Ein Thema, das in der Schweiz momentan vieldiskutiert ist, sind die Folgen eines möglichen Sieges. Wo findet die nächste Austragung des ESC statt, wer organisiert sie und wer soll das alles bezahlen? Im Hinblick auf die drohende Halbierungsinitiative könnte sich der ESC zum Politikum entwickeln. Der Blick schreibt heute, dass eine Austragung auch Vorteile hat: Sie generiert Stellen – allerdings nur für ein Jahr – und lockt auch nach dem Event Tourist:innen in die Gaststadt.
- Was bringt ein ESC-Sieg der Schweiz? Die Antworten hat der BlickExterner Link.
- Der Ticker des gestrigen Halbfinals bei 20 MinutenExterner Link.
- SRF hat untersuchtExterner Link, was es braucht, damit ein Song gewinnt. Die Chancen für Nemo stehen gut.
- Verschiedene Schweizer Städte buhlen bereits um den ESC – Artikel von Nau.chExterner Link.
Mehr
Rigorose Sparmassnahmen in Argentinien: So verteidigt der Wirtschaftsberater von Javier Milei den Kurs seines Chefs.
Als Javier Milei im letzten Herbst zum neuen Präsidenten Argentiniens gewählt wurde, versprach er, das Land umzukrempeln. Mit einer rigorosen Sparpolitik will er die gravierende Inflation im Land in den Griff bekommen.
Im Interview mit SWI verteidigt Mileis Wirtschaftsberater Federico Sturzenegger den umstrittenen Kurs seines Chefs. Für ihn erlebt Argentinien momentan «einen der lebhaftesten demokratischsten Momente». Die Inflation sei von der vorherigen Regierung verursacht worden. Milei versuche nun, diese zu senken, indem er das Haushaltsdefizit wieder ausgleicht. Auf Kosten der Privilegierten.
Federico Sturzenegger hat, Sie haben es vielleicht schon vermutet, Schweizer Wurzeln. Seine Urgrosseltern sind im 19. Jahrhundert nach Argentinien ausgewandert. Familiäre Bindung zur Schweiz habe er keine mehr. «Aber ich empfinde Bewunderung für dieses geordnete, wohlhabende und produktive Land», sagt er.
- Lesen Sie hier das ganze Interview meiner Kollegin Norma Dominguez mit Federico Sturzenegger.
- “Eine Zeit der Instabilität steht bevor” – so hat eine Expertin gegenüber SWI letztes Jahr die kommende Präsidentschaft von Milei eingeschätzt.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards