Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Für mich die News des Tages: Zwei Männer stehen vor Gericht wegen Dollar-Fälschungen – sie hätten eine zweistellige Millionenhöhe fälschen können.
Freundliche Grüsse aus Bern
Profi-Geldfälscher stehen vor Gericht.
«Das Ausmass, die Beharrlichkeit und die Professionalität suchen in der Schweizer Kriminalitätsgeschichte ihresgleichen«, sagt der Bundesstaatsanwalt vor dem Gericht. Das ist mal eine Aussage.
Um was geht’s? Zwei Männer wurden in Urdorf mit Spezialpapier erwischt, mit dem sie amerikanische Dollarnoten fälschen wollten. Das Papier hätte gereicht, um gemäss Behörden 57 Millionen Dollar zu fälschen. Die dazu benötigten Materialien und Maschinen hatten sie auch schon – eine sechsstellige Investition.
Das Duo ergänzte sich gut: Der eine ein Mafioso mit den nötigen Kontakten und der nötigen kriminellen Energie. Der andere ein ausgebildeter Buch- und Offsetdrucker, der schon mal in Thailand im Gefängnis sass, wegen Fälschens von Baht-Noten. Aufgeflogen sind sie wegen einer Lappalie: Da in der Garage, wo sie ihrem Werk nachgingen, eine legale CBD-Anlage angemeldet war, kam die Polizei zu einem Routinebesuch vorbei. Und fand die Blüten der etwas anderen Art.
- Hier geht esExterner Link zum Beitrag des Tages-Anzeigers. (Paywall)
- Auch der Blick berichtetExterner Link.
Weshalb der Schutz von Menschenrechten in Kriegsgebieten schwieriger wird.
Kriegsparteien unternehmen viel, damit ihre Menschenrechtsverletzungen nicht aufgeklärt werden. In bewaffneten Konflikten ist die Arbeit von Verteidiger:innen der Menschenrechte darum von besonderer Bedeutung.
In Genf gibt es viele Organisationen, die sich darum bemühen. Wir haben dort eine ukrainische Menschenrechtlerin sowie zwei aus Israel getroffen. In der Ukraine liegt das Hauptproblem in den russisch besetzten Gebieten – die sind kaum zugänglich, Folter und Missbrauch sind von Betroffenen zahlreich bezeugt worden. In Israel wiederum sind die Gefängnisse und Gefangenenlager seit Kriegsbeginn am 7. Oktober zu einer black box geworden.
Alle drei sagen: Der Zugang zu Betroffenen wird schwieriger, auch haben die Organisationen weniger Spielraum. Zunehmender Autoritarismus, Kriege und politische Polarisierung setzen den Menschenrechten weltweit zu.
- Hier finden Sie unseren Beitrag.
- Auch in der UNO wird es schwieriger – das sind die Gründe, weshalb der Sicherheitsrat versagt.
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Die EM nimmt an Fahrt auf. Der Übermut vielleicht auch?
Sport ist ja bei uns kein Schwerpunkt, aber der Europameisterschaft verweigern kann man sich auch nicht gänzlich. Immerhin steht die Schweiz im Viertelfinale gegen England. Und wie so oft: Ist die Nati mal erfolgreich, brechen im Sportjournalismus so manche Dämme – plötzlich scheint alles möglich.
Solche Turniere finde ich persönlich interessant, weil man viel auch über Politik und Gesellschaft der jeweiligen Länder erfährt. Beispielsweise hat der portugiesische Goalie Diogo Costa – mit drei gehaltenen Penaltys der Held des gestrigen Spiels gegen Slowenien – seine Kindheitsjahre teilweise in Rothrist verbracht.
Die portugiesische Diaspora in der Schweiz ist gross, die Verflechtungen der beiden Länder auch. Costa ist anscheinend Doppelbürger; es wäre also auch denkbar gewesen, dass der 24-Jährige beim Schweizer Team im Goal stehen würde.
- Hier geht esExterner Link zum Beitrag über Diogo Costa des Tages-Anzeigers.
- Die Übersicht zur Euro 2024 auf SRF NewsExterner Link.
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Ein paar Buchempfehlungen für die kommenden Sommerferien.
Wie üblich vor den Sommerferien publizieren verschiedene Medien ihre Bücherempfehlungen. Besonders ausgiebig macht das Journal21 – da findet sich bestimmt für alle Geschmäcker etwas:
- Die SommerbücherExterner Link von Journal21.
Der Literaturclub von SRF ist natürlich eine zuverlässige Adresse dafür. Hier finden Sie die Zusammenstellung der im Literaturclub besprochenen Bücher:
- Die BücherlisteExterner Link des SRF-Literaturclubs.
Und wenn ich Ihnen noch eine persönliche Empfehlung abgeben kann: «Hotel Amerika» von Maria Leitner. Ein Roman über die harte Realität, die Migranten und Migrantinnen vor einem Jahrhundert hinter der Fassade eines Luxushotels erwartete. Das Buch war damals ein Erfolg, bevor es die Nazis aus dem Verkehr zogen. Über neunzig Jahre später ist es wiedererschienen.
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