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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Die Schweiz ist stolz auf ihre Konsensregierung, in der alle Bundesrät:innen am gleichen Strick ziehen. Doch in letzter Zeit drangen vermehrt Nachrichten nach aussen, die vermuten liessen, dass es auch schon besser um das Kollegialitätsprinzip stand. Nun liegen die Hoffnungen auf dem Neugewählten, den Bundesrat wieder zusammenzuschweissen.

Herzliche Grüsse

Martin Pfister
Der frisch gewählte Martin Pfister auf dem Weg zu seiner Vereidigung. Keystone / Anthony Anex

Die Schweiz hat eine der ältesten Regierungen Europas – daran hat auch der neue Bundesrat Martin Pfister nichts geändert. Auf ihm ruhen jetzt andere, ganz besondere Hoffnungen.

Ein Tag nach der Wahl des neuen Bundesrats Martin Pfister (61) blickt die Zeitung Der Bund auf das Alter unserer Bundesrät:innen und stellt fest: Die Schweiz hat eine der ältesten Regierungen Europas.

Das ist jedoch nicht Pfisters Schuld, er ist immerhin ein Jahr jünger als seine Vorgängerin Viola Amherd. Das Durchschnittsalter des Bundesrats beträgt aktuell 61,1 Jahre. Nur Italien hat eine ältere Regierung, mit einem Durchschnittsalter von 62,5 Jahren. Am anderen Ende der Skala liegen Montenegro (44,5 Jahre) und Dänemark (45,7 Jahre).

Warum ist unsere Regierung so alt? «Seniorität wird in der Schweiz geschätzt», schreibt Der Bund, ältere Kandidat:innen bevorzugt. Dazu kommt, dass für eine politische Karriere gewöhnliche die sogenannte Ochsentour verlangt wird, von der kommunalen Stufe bis ins Bundeshaus. Das braucht viel Zeit.

Zurück zu Martin Pfister, dem neuen Bundesrat. «Die Hoffnungen ruhen auf dem Neuen», schreibt Die Aargauer Zeitung. Dabei ist nicht nur seine politische Arbeit gemeint. In den letzten Monaten scheint es in der Kollegialbehörde recht unkollegial zu und her gegangen zu sein. Von Alphatieren und Blockbildung im Bundesrat war die Rede. Der konziliante Pfister soll die Landesregierung wieder zusammenschweissen.

zerstörte Briefkästen
Zerstörte Briefkästen nach der Explosion einer Paketbombe in Genf. Keystone / Salvatore Di Nolfi

Die Polizei nimmt in Genf einen Mann fest, der eine Serie von Anschlägen mit Paketbomben verübt haben soll. Zwei Personen wurden dabei verletzt, die Anschläge richteten sich besonders gegen Mitarbeitende der Uhrenmarke Patek Philippe.

Monatelang hat eine Anschlagsserie die Stadt Genf in Atem gehalten. Ein Unbekannter legte mehrere Paketbomben. Bei den Explosionen wurden ein Mann schwer am Bein und am Fuss verletzt, ein 12-jähriges Mädchen musste notoperiert werden.

Der Täter schien die Uhrenmarke Patek Philippe im Visier zu haben, mindestens zwei Bomben wurden in Briefkasten von Mitarbeitenden des Uhrenkonzerns gelegt. Zusätzlich zu den Paketbomben versandte der Mann Erpresserbriefe an die Direktion des Konzerns.

Nun hat die Genfer Kantonspolizei in einer Grossaktion mit über 100 Polizist:innen einen Verdächtigen festgenommen; einen 61-jährigen Schweizer. Beim Mann soll es sich um einen Genfer Kriegsfotografen handeln, der unter anderem in Syrien und in der Ukraine gearbeitet und in verschiedenen Medien darüber berichtet haben soll.

katze beim tierarzt
Die Behandlung einer kranken Katze kann schnell mehrere Tausend Franken kosten. (Symbolbild) Keystone / Lukas Lehmann

Die Tiermedizin in der Schweiz wird immer besser – doch damit steigen auch die Rechnungen für die Behandlung von Haustieren. Das Beispiel von Simba zeigt, wie weit Tierbesitzer:innen für die Gesundheit ihres Lieblings gehen.

Haben Sie ein Haustier? Wie viel wären Sie bereit, für seine Gesundheit auszugeben? Die Tiermedizin hat in der Schweiz rasante Entwicklungen gemacht, «was vor einigen Jahren noch undenkbar war, ist heute möglich», schreibt der Blick: Chemotherapien und Hüftprothesen für Hunde, Psychopharmaka und Chiropraktik für Katzen.

Die Preise für solche Behandlungen sind jedoch hoch, die Rechnung der Tierärztin kann sich schnell auf mehrere Tausend Franken belaufen. Halter:innen verschulden sich, um ihren felligen Gefährten am Leben zu halten – oder sammeln online Spenden. Auch Tierschutzorganisationen verfügen über diverse Fonds, um bei hohen medizinischen Kosten auszuhelfen.

Der Blick berichtet von einer Katze (Simba, 4 Jahre alt) aus dem Wallis. Simba ist schwer krank – was genau das Problem ist, haben die Untersuchungen nicht gezeigt. «Für uns ist Simba wie eine Tochter», sagt ihr Besitzer. Er rechnet, dass sich die Kosten auf bis zu 10’000 Franken belaufen werden. «Wir geben erst auf, wenn sicher ist, dass ihre Krankheit unheilbar ist.»

ein haufen kokain
Im Jahr 2023 wurden im Tessin knapp 30 Kilo Kokain beschlagnahmt. (Symbolbild) Keystone

Das Tessin ist ein Einfallstor für Kokain in die Schweiz – oft geschmuggelt zu Fuss, per Auto oder sogar per Drohne. Den Handel dominieren albanische Dealer, während die Droge längst alle Gesellschaftsschichten erreicht hat.

Wir haben auch schon über die Schweiz als Knotenpunkt im illegalen Kokainhandel berichtet. Als Grenzkanton ist das Tessin prädestiniert als Einfallstor für das weisse Pulver. RSI hat mit einer Recherche die Wege der Droge verfolgt.

Das Kokain kommt auf verschiedene Arten über die Grenze ins Tessin: zu Fuss, mit dem Auto oder mit einer Drohne, die ein halbes Kilo transportieren kann, berichtet ein ehemaliger Dealer. Die Droge sei mittlerweile in allen Schichten der Gesellschaft verbreitet.

Unter die Leute gebracht wird das Kokain hauptsächlich von einer Gruppe. «Im Tessin herrscht praktisch ein Monopol von Drogenhändlern albanischer Herkunft, die von lokalen Händlern unterstützt werden“[JG1] , sagt Polizeipräsident Paolo Lopa. Die Dealer, welche den Stoff an die Käufer:innen ausliefern, werden Cavallino – Pferdchen – genannt. 2023 wurden im Tessin 28,2 Kilogramm Drogen beschlagnahmt – ein Bruchteil dessen, was im Umlauf ist, so RSI.

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