Tanja Frieden war die «traurigste Olympiasiegerin der Welt»
Bei Snowboarderin Tanja Frieden hielt die Freude nach ihrem Olympiasieg 2006 nicht lange an. Denn noch in Turin zerbrach ihre Beziehung zu ihrem damaligen Partner, dem US-Snowboarder Seth Westcott, wie sie dem "Sonntagsblick" erzählte.
(Keystone-SDA) Die Trennung habe bestimmt auch mit Olympia zu tun gehabt, verriet die heute 49-Jährige in dem am Sonntag veröffentlichten Interview. Der Erfolg habe sehr viele Nebenwirkungen: «Ich habe mich vorher nicht gefragt: Was mache ich mit meinem Leben, wenn ich Olympiasiegerin bin?».
Deshalb sei sie in jenen Tagen die traurigste Olympiasiegerin der Welt gewesen, so Frieden. Unmittelbar nach ihrem Sieg konnte sie nach eigener Aussage den Erfolg aber sehr wohl geniessen. «Ich spürte ein absolutes Glücksgefühl, die ganze Anspannung war weg. Ich bin nur noch gehüpft und konnte keine Sekunde mehr still stehen.» Es sei ein magischer Moment gewesen.