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Tessiner CVP verzichtet auf Sprengkandidatur von Pedrazzini

(Keystone-SDA) Lugano – Die Tessiner CVP erhebt keinen Anspruch auf einen der beiden frei werdenden Sitze im Bundesrat. Eine Kandidatur von Justizminister Luigi Pedrazzini, der vor einem Jahr noch mit der Nachfolge von Pascal Couchepin (FDP) geliebäugelt hatte, ist somit vom Tisch.
Die Tessiner CVP fordert stattdessen die SP und die FDP auf, Kandidaten aus der italienischsprachigen Schweiz für die Nachfolge von Moritz Leuenberger und Hans-Rudolf Merz zu nominieren, wie die Partei in einem Communiqué mitteilte.
Es sei an der Zeit, dass endlich wieder ein Vertreter aus der italienischen Schweiz in die Landesregierung gewählt werde, sagte Parteipräsident Giovanni Jelmini am Donnerstag auf Anfrage.
Das Tessin ist seit dem Rücktritt von Flavio Cotti (CVP) im Jahre 1999 nicht mehr im Bundesrat vertreten. Welchem Tessiner Politiker er den Sprung in die Landesregierung am ehesten zutraut, wollte Jelmini jedoch nicht verraten.
Die Tessiner FDP wird am 18. August entscheiden, wen sie ins Rennen schicken wird. Die besten Karten scheinen Nationalrat Ignazio Cassis und alt Regierungsrätin Marina Masoni zu haben.
Die Nationalräte Fabio Abate, Fulvio Pelli sowie Regierungsrätin Laura Sadis haben bereits öffentlich erklärt, dass sie nicht zur Verfügung stehen.
Die SP wiederum möchte Gesundheitsdirektorin Patrizia Pesenti lancieren. Diese hat sich jedoch noch nicht in die Karten Blicken lassen: Ob sie sich für eine Kandidatur zur Verfügung stellt, ist noch nicht klar.

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