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Thuner Budget 2027 mit schwarzer Null

Keystone-SDA

Die Stadt Thun rechnet im kommenden Jahr mit einer schwarzen Null im Budget. Das Ergebnis sieht Aufwände und Erträge in der Höhe von je 335 Millionen Franken vor. Hohe Investitionen und der Finanzierungsbedarf dürften den Haushalt jedoch künftig belasten.

(Keystone-SDA) Trotz ausgeglichenem Budget 2027 stünden das operative Ergebnis und die Finanzierung umfangreicher Investitionen unter Druck, teilte die Stadt am Dienstag mit.

Gemeinderätin Andrea de Meuron, Vorsteherin der Direktion Finanzen Ressourcen Umwelt, betonte laut Mitteilung, dass eine umsichtige Finanzplanung, konsequente Ausgabendisziplin und aufgebaute Rückstellungen das ausgeglichene Budget ermöglichten. Dies unterstreiche die finanzielle Stabilität der Stadt auch unter anspruchsvollen Bedingungen, so de Meuron.

Schulbauprojekte

Für die Jahre 2027 bis 2030 rechnet die Stadt mit weiterhin ausgeglichenen Erfolgsrechnungen. Gleichzeitig seien in diesem Zeitraum überdurchschnittlich hohe Investitionen geplant. Allein die drei Schulbauprojekte Strättligen, Lerchenfeld und Neufeld verursachten ein Investitionsvolumen von rund 137 Millionen Franken.

Diese Vorhaben führten zu einem zusätzlichen Finanzierungsbedarf, einer höheren Verschuldung sowie steigenden Abschreibungs- und Zinskosten. Der finanzielle Handlungsspielraum der Stadt werde dadurch künftig stärker eingeschränkt.

Der Gemeinderat beurteile die Entwicklung der Verschuldung mittel- und langfristig als verantwortbar, da die geplanten Investitionen Werte für die Zukunft schüfen und die Qualität der städtischen Infrastruktur sicherten.

Zu Reserven Sorge tragen

Die Stadt Thun könne die Investitionen dank ihrer starken Eigenkapitalbasis stemmen. Spezialfinanzierungen, der Bilanzüberschuss und das hohe Nettovermögen erlaubten es der Stadt, vorübergehend auch höhere Defizite zu tragen.

Gemeinderätin de Meuron warnte jedoch, dass ein stetiger Abbau dieser Reserven keine nachhaltige Lösung darstelle. Ziel sei es, strukturelle Defizite zu vermeiden und Aufwand und Ertrag langfristig wieder ins Gleichgewicht zu bringen, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zu erhalten.

Der Stadtrat wird das Budget 2027 sowie den Aufgaben- und Finanzplan für die Jahre 2027 bis 2030 an seiner Sitzung vom 19. November 2026 behandeln.

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