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ThyssenKrupp will griechische Werft an Abu Dhabi Mar verkaufen

Dieser Inhalt wurde am 18. Dezember 2009 - 17:50 publiziert

DÜSSELDORF (awp international) - Der Stahl- und Industriegüterkonzern ThyssenKrupp will seine griechische Werft Hellenic Shipyards (HSY) an den arabischen Schiffbauer Abu Dhabi Mar verkaufen. Das Unternehmen habe ein tragfähiges Konzept vorgelegt, sagte eine Konzernsprecherin am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Insgesamt seinen fünf Angebote eingegangen. Nun müsse die griechische Regierung das ausgewählte Angebot bewerten. Sie ist der einzige Kunde der angeschlagenen Werft. Weitere Details wollte die Sprecherin nicht nennen.
ThyssenKrupp hatte zuletzt angekündigt, HSY für den symbolischen Preis von einem Euro verkaufen zu wollen. Dafür müsse der Käufer aber alle Schulden übernehmen. Der Konzern wartet derzeit auf Zahlungen von 520 Millionen Euro der griechischen Regierung. Abu Dhabi MAR will bereits grosse Teile der Hamburger Werft Blohm + Voss von ThyssenKrupp übernehmen. Zudem haben sie Medienberichten zufolge Interesse an der ebenfalls zu ThyssenKrupp gehörenden Kieler Werft Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) gezeigt.
HDW hatte 2002 HSY übernommen, nachdem das griechische Verteidigungsministerium HDW einen Auftrag über den Bau von vier U-Booten erteilt hatte. Drei der Boote sollte HSY bauen, eines HDW in Kiel. Später kam ein weiterer Auftrag über den Umbau zweier Boote der Klasse U209 mit Brennstoffzellenantrieb hinzu. Das Gesamtvolumen der Orders betrug mehr als drei Milliarden Euro, 80 Prozent davon soll Griechenland angezahlt haben. 2006 wurde das erste Boot in Kiel fertiggestellt. Die griechische Marine verweigert jedoch bis heute wegen angeblich technischer Mängel die Abnahme. Sie verweigert auch die Abnahme der anderen drei, inzwischen bei HSY weitgehend fertiggestellten Boote./nl/stw

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