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Uni St. Gallen erhält eine Millionenspende und will sie investieren

Keystone-SDA

Die Universität St. Gallen (HSG) hat eine Einzelspende in der Höhe von 23,75 Millionen Franken erhalten. Sie beabsichtigt, damit am Kapitalmarkt Erträge zu erzielen. Das Geld stammt von einem Norweger, der einst selber an der HSG studierte.

(Keystone-SDA) Die HSG nahm damit eine der bislang grössten Einzelspende ihrer Geschichte entgegen, schreibt die Universität St. Gallen in einer Mitteilung. Dies gab Rektor Manuel Ammann in seiner Festrede am traditionellen Ehrentag der Universität bekannt.

Hinter der Spende steht der 69-jährige Norweger Christen Sveaas und dessen AS Holding, die Muttergesellschaft von Sveaas privater Investmentgesellschaft Kistefos AS. Die Gruppe mit Sitz in Oslo wurde 1956 gegründet und konzentriert sich hauptsächlich auf Investitionen in Europa.

Verbundenheit zur HSG

Der Geschäftsmann, Investor und Kunstsammler unterstützt die HSG laut Mitteilung seit Jahren. Sein Studium in St. Gallen habe er in den 1980er-Jahren mit dem Lizenziat abgeschlossen. Es sei ihm ein grosses Anliegen, der Hochschule etwas zurückzugeben, «sowohl in finanzieller als auch in ideeller Hinsicht».

Sveaas ist seit 2018 Mitglied des Beirats der HSG. Seit 2025 gehört er auch dem Ehrensenat an, der sich aus Persönlichkeiten zusammensetzt, die sich «in ausserordentlichem Masse um die Universität St. Gallen beziehungsweise die Gesellschaft verdient gemacht haben», schreibt die Hochschule auf ihrer Website. Darunter befinden sich beispielsweise Liechtensteins Fürst Hans-Adam II., Unternehmer Thomas Schmidheiny oder Karin Keller-Sutter.

Ausserdem vergibt Sveaas seit Jahren Stipendien an junge Norwegerinnen und Norweger, die an der HSG studieren wollen. 2018 schenkte er dem Kunsthaus Zürich eine Werkgruppe des norwegischen Malers Johan Christian Dahl (1788-1857). Auch die Universität St. Gallen profitierte von Sveaas Engagement als Sammler moderner und zeitgenössischer Kunst. Er spendete die markante Bronzeskulptur «Ourea» des britischen Künstlers Tony Cragg, die sich vor dem Lernzentrum «Square» auf dem Campus Rosenberg befindet.

Spende soll Kapitalerträge generieren

Die HSG wird nun 20 Millionen Franken der Spende von 23,75 Millionen Franken «nach dem Vorbild privater US-amerikanischer Hochschulen» als sogenanntes Endowment verwenden. «Dabei generiert ein initial eingebrachtes Vermögen durch langfristige Anlagen substanzielle Kapitalerträge und Zinsen, die eingesetzt werden, um Projekte zu finanzieren, ohne die ursprüngliche Spende anzutasten», schreibt die HSG.

Die Universität beabsichtigt, den Kapitalstock mit anderen Spenden und Legaten weiter aufzubauen, um Erträge künftigen Generationen von Studierenden zukommen lassen zu können. Ein ehrenamtliches Komitee entscheidet laut Mitteilung über die Anlagestrategie mit dem Ziel, eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. «Die Erträge werden der HSG helfen, die Exzellenz der Universität dauerhaft zu sichern und Investitionen in Initiativen ermöglichen, die über die staatliche Grundfinanzierung und den Leistungsauftrag hinausgehen.»

Eine Chance für junge Talente

Die verbleibenden 3,75 Millionen Franken von Sveaas Spende sichere die Durchführung des 2025 lancierten «HSG Best Talents Programme». Mit diesem sollen jährlich bis zu 45 der engagiertesten und motiviertesten Masterstudierenden aus der Schweiz und Europa nach St. Gallen geholt werden, um sie gezielt zu fördern.

«Mein Studium in St.Gallen hat mir Türen geöffnet», wird Christen Sveaas in der Mitteilung zitiert. «Mit meiner Unterstützung des gebe ich jungen Talenten die Chance, sich zu den verantwortungsvollen Führungspersönlichkeiten zu entwickeln, die wir in Zukunft brauchen werden.»

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