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Verkehrsminister Ramsauer sagt Anglizismen den Kampf an

(Keystone-SDA) Berlin – «Gemeinschaftsauto» statt «Car-Sharing» und «Lang-Lkw» statt «Gigaliner»: Der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer hat Lehnwörtern aus der englischen Sprache den Kampf angesagt und 111 Anglizismen aus seinem Ministerium verbannt.
Durch die unnötige Verwendung von Anglizismen schliesse man Teile der Bevölkerung von der Kommunikation aus, sagte Ramsauer am Mittwoch in Berlin. Gängige Eigennamen wie Laptop und ICE sollen bleiben dürfen, «Kauderwelsch» muss dagegen verschwinden.
Künftig geht man im deutschen Verkehrsministerium zu einer Vorbesprechung statt zu einem Briefing, macht eine Ideensammlung und kein Brainstorming – und zwar mit festgesetzten Orientierungswerten statt mit Benchmarks.
Ramsauer will Begriffe wie «Second Level Support für die Hotline» für eine ergänzende Hilfsstelle für telefonische Notrufe nicht mehr hören. Als «besonders stark» bewertete er das «Inhouse Meeting über Outsourcing Projekte», also eine hausinterne Besprechung zur Frage, wie man Aufgaben auf Privatunternehmen verlagern kann.
Und wenn der Minister als «keynote-speaker» eingeladen wird, hält er aus Prinzip keine Grundsatzrede. «Auf solche Einladungen pfeife ich», sagte der CSU-Politiker.

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