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Widerstand im Tessin gegen Patientenbeteiligung für die Spitex

Keystone-SDA

Im Tessin gibt es heftigen Widerstand gegen die sogenannte Patientenbeteiligung an der ambulanten Pflege zu Hause. Patientinnen und Patienten müssen sich künftig mit 50 Rappen pro fünf Minuten an Spitex-Leistungen beteiligen.

(Keystone-SDA) Innert nur vier Tagen sind über 20’000 Unterschriften gegen die am 1. April in Kraft getretene Massnahme zusammengekommen, wie die Initianten der Petition in einer Medienmitteilung schreiben. Hinter der Petition stehen unter anderem die Tessiner SP, die Tessiner Grünen, die nationale Dachorganisation für Menschen mit Behinderungen Pro Infirmis und der Dachverband Pflege Alliance Care.

Konkret müssen Patienten, die Leistungen im Bereich der häuslichen Pflege beziehen, 50 Rappen pro fünf Minuten selber bezahlen. Pro Tag übernehmen sie maximal 15 Franken.

«Inakzeptable Massnahme»

Für die Initianten der Petition ist diese Massnahme «inakzeptabel», denn sie treffe die verletzlichsten Personen: Ältere Menschen und Personen mit regelmässigem Pflegebedarf. Angesichts der «beeindruckenden Volksmobilisierung» und der zahlreichen kritischen Stellungnahmen – auch von Fachleuten – , bekräftigt die Allianz in ihrem Communiqué die Forderung nach sofortiger Aussetzung der Massnahme.

Die Patientenbeteiligung bei ambulanten Pflegeleistungen ist kantonal unterschiedlich geregelt. Einige Kantone kennen einen fixen Betrag pro Tag, den die Patienten übernehmen müssen. Andere operieren mit prozentualen Beteiligungen und Maximalbeträgen pro Tag. Nur wenige Kantonen kennen gar keine Patientenbeteiligungen an der ambulanten Pflege.

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