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Lohnkonflikt im Baugewerbe soll durch Kompromiss beigelegt werden

Ein Vermittlungsvorschlag für die Lohnrunde 2000 in der Schweizer Baubranche liegt auf dem Tisch. Die Gewerkschaften GBI und Syna begrüssen den Vorschlag; der Baumeisterverband (SBV) startet eine Mitgliederumfrage.

Ein Vermittlungsvorschlag für die Lohnrunde 2000 in der Schweizer Baubranche liegt auf dem Tisch. Die Gewerkschaften GBI und Syna begrüssen den Vorschlag; der Baumeisterverband (SBV) startet eine Mitgliederumfrage.

Nach zwölf zähen Verhandlungsrunden hatten sich die Sozialpartner bereits am Montag auf einen Kompromiss geeinigt. Er sieht eine generelle Lohnerhöhung von 100 Franken für alle ab dem 1. April vor, wie die Gewerkschaft Syna und der SBV am Dienstag (21.12.) mitteilten. Auch die vertraglichen Basislöhne werden um 100 Franken erhöht.

Zusätzlich soll den Bauarbeitern auf Ende des zweiten Quartals 2000 ein einmaliger Betrag von 300 Franken ausbezahlt werden. Die geltende Gleitstundenregelung soll vereinfacht werden. Gemäss SBV kann der Betrieb in Absprache mit den Arbeitnehmenden ein anderes Arbeitszeitmodell festlegen.

«Der vorliegende Vermittlungsvorschlag könnte noch in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden», schreibt der SBV. Er will zuerst die SBV-Sektionen und Fachgruppen befragen. Falls der Vorschlag die Zustimmung finde, stelle er das definitive Verhandlungsergebnis dar.

«Die Arbeitgeber sind auf die zwingenden Minimalforderungen der Gewerkschaften eingegangen», heisst es in der Stellungnahme der GBI. Mit der generellen Lohnerhöhung und der Beibehaltung der geltenden Gleitstundenregelung hätten die Gewerkschaften den monatelangen Lohnkonflikt erfolgreich zu ihren Gunsten entschieden.

Stimme der SBV zu, würden die Gewerkschaften von einer Kündigung des Landesmantelvertrages absehen, heisst es weiter. Das definitive Ergebnis wird für Donnerstag erwartet.

Die Gewerkschaften hatten im seit sechs Monaten schwelenden Lohnkonflikt eine generellen Lohnerhöhung von mindestens 100 Fr. für alle ab Januar 2000 gefordert. Sie drohten mit der Kündigung des Landesmantelvertrages noch vor Ende Jahr per 31. März 2000.

SRI und Agenturen

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