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Zürcher Finanzsektor bleibt zentral – Ruf nach Augenmass

Keystone-SDA

Der Zürcher Finanzsektor ist und bleibt eine tragende Säule für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat - und zwar für Stadt, Region und Kanton Zürich. Damit er diese Rolle weiterhin erfüllen kann, fordert der Zürcher Bankenverband eine "Regulierung mit Augenmass".

(Keystone-SDA) Die Zahl der in der Region Zürich tätigen Banken sei zwar seit 2015 von 94 auf 78 Institute geschrumpft, erklärte Kai Trümpler von Oliver Wyman am Donnerstag. Die Beschäftigung des gesamten Finanzsektors legte hingegen laut einer Studie des Beratungsunternehmens im Auftrag des Zürcher Bankenverbands zu.

Inklusive Versicherungen und anderen Finanzdienstleistern zählte der Sektor per Ende 2024 mehr als 102’000 Vollzeitstellen. Das sind 12 Prozent mehr als in 2015. Inklusive der indirekten Beschäftigung kam der Finanzsektor im Jahr 2023 auf rund 180’000 Vollzeitstellen. Neue Zahlen liegen dazu nicht vor.

Wichtige Steuerzahler

Auch beim Steuersubstrat bleibt die Branche gemäss der Studie von grosser Bedeutung. So kommen Banken und Versicherungen für knapp die Hälfte der Unternehmenssteuereinnahmen der Stadt Zürich auf. Auf kantonaler Ebene liege dieser Wert bei 40 Prozent.

Der Finanzsektor generiere zudem gut 16 Prozent der gesamten regionalen Wertschöpfung. Dieser Wert sei mit internationalen Finanzzentren wie London, Hongkong oder Luxemburg vergleichbar. Nur auf die Stadt Zürich bezogen, betrage dieser Wert sogar 26 Prozent.

Handlungsbedarf identifiziert

Der Verband sieht anhand der Analyse aber auch «erheblichen Handlungsbedarf». So sei vor allem auch die Attraktivität des Standorts zu erhalten.

Christian Bretscher, Geschäftsführer des Zürcher Bankenverbands, forderte daher eine «zielgerichtete Bankenregulierung mit Augenmass». Die Politik dürfe die Rahmenbedingungen nicht schleichend verschlechtern. Dass der Bundesrat «derart hohe» Kapitalanforderungen für die UBS zur Diskussion stelle, sei unverständlich.

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