A2-Überdachung in Kriens rückt einen Schritt näher
Die Autobahn A2 soll dereinst in Kriens teilweise überdacht werden, um getrennte Stadtteile miteinander zu verbinden. Das Kantonsparlament hat am Montag einen Kantonsbeitrag von 48,5 Millionen Franken bei drei Enthaltungen mit 114 zu 0 Stimmen gutgeheissen.
(Keystone-SDA) Bund, Kanton und die Stadt Kriens hatten sich im Frühjahr auf die Finanzierung des 186 Millionen teuren Projekts geeinigt: Der Bund übernimmt demnach 60 Prozent (112 Millionen Franken), der Kanton 26 Prozent (48,5 Millionen Franken) und Kriens 14 Prozent (26,1 Millionen Franken) der Kosten.
Geplant ist, den Autobahntunnel Schlund um 150 Meter nach Norden Richtung Sonnenberg zu verlängern. Dadurch entsteht die neue Verbindung Chäppeliallmend über der Autobahn. Nördlich davon, im Gebiet Arsenal-Südpol, soll die A2 auf einer Länge von bis zu 300 Metern vollständig überdeckt werden.
Die bestehende Brücke soll zurückgebaut werden. Die Umsetzung ist an das umstrittene Bypass-Projekt gekoppelt, das einen neuen Tunnel zwischen Ibach (Luzern Nord) und Grosshof (Kriens) für den Transitverkehr vorsieht.
Gewinn an Lebensqualität
Sämtliche Fraktionssprechenden stellten sich hinter das Bauprojekt. Guido Roos (Mitte) betonte, Luzern sei ein bedeutendes Entwicklungsgebiet, das dadurch deutlich aufgewertet werde. Die Überdachung bedeute einen grossen Gewinn an Lebensqualität, sagte Bernhard Steiner (SVP).
Auch die Mitte-Kantonsrätin Michèle Albrecht, zugleich Co-Präsidentin von «BypassPlus», zeigte sich erfreut. Die Überdachung sei ein wichtiger Meilenstein auf einem langen, mühsamen Weg und sende ein «starkes, solidarisches Signal.
Der Planungsprozess dürfte rund zehn Jahre dauern. Eine Realisierung des Vorhabens ist frühestens ab 2037 vorgesehen. Die A2 auf dem Abschnitt Kriens-Horw wird täglich von rund 70’000 Fahrzeugen genutzt.