Aargauer Parlament will keine Pillen-Abgabe durch Ärzte
Im Kanton Aargau erhalten Patientinnen und Patienten ihre Medikamente weiterhin einzig in der Apotheke. Der Grosse Rat hat am Dienstag eine Motion klar abgelehnt, welche diese Praxis ändern wollte. Auch Hausärzte sollten Pillen und Salben abgeben können.
(Keystone-SDA) Der Grosse Rat lehnte die Motion aus den Reihen von GLP, Grünen, FDP, SP, EDU, SVP und Mitte mit 78 zu 44 Stimmen ab. Der Regierungsrat hatte sich gegen die Motion aus gesprochen. Die Frage war innerhalb aller Parteien umstritten.
Die Motionäre wollen eine Praxisänderung erreichen. Es geht um die Selbstdispensation in der Grundversorgung. Diese direkte Abgabe von Pillen in der Arztpraxis sollte den Ärztinnen und Ärzte ein Zusatzeinkommen ermöglichen.
Das Verbot der Selbstdispensation besteht im Kanton Aargau seit mehr als 100 Jahren. Von einem Arzt verschriebene Pillen und Salben können einzig in den Apotheken bezogen werden.
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