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Acht Unis gründen Stiftung für kriegstraumatisierte Kinder

Keystone-SDA

Um Kindern in der Ukraine bei der Bewältigung von Kriegstraumata zu helfen, gründen acht Universitäten eine neue Forschungsstiftung. Geleitet wird sie vom Rektor der Universität Zürich.

(Keystone-SDA) Fast die Hälfte aller Kinder in der Ukraine zeige Anzeichen psychischer Belastungen, wie die Universität Zürich (UZH) am Mittwoch mitteilte. Fünf Millionen Kinder hätten ihr Zuhause verlassen müssen. Um die Langzeitfolgen von Kriegstraumata zu reduzieren, wurde nun die «Nadija Research Foundation» gegründet.

Die neue, eigenständige Stiftung ist eine Zusammenarbeit der 2025 gegründeten «Nadija Foundation» mit acht Universitäten. Zu den Partnern gehören neben der Universität Zürich unter anderem die Universitäten Kopenhagen, Helsinki und Cambridge sowie zwei ukrainische Hochschulen in Lwiw. Den Vorsitz übernimmt der Zürcher Universitätsrektor Michael Schaepman. Die Stiftung finanziert sich ausschliesslich durch Spenden.

Erste Projekte bereits gestartet

Ziel ist der Aufbau eines Forschungs-Kompetenzzentrums in der ukrainischen Stadt Lwiw. Dort sollen die Universitäten ihre Expertise in den Bereichen Psychotraumatologie, Kinder- und Jugendpsychologie sowie Resilienzforschung einbringen. Von der Universität Zürich sind Fachpersonen des Universitätsspitals, der medizinischen Fakultät und des Psychologischen Instituts involviert.

Die Stiftung startet mit zwei konkreten Projekten. Eine nationale Langzeitstudie, die «Unity-Kohorte», soll über mehrere Jahre 3000 Familien in der Ukraine begleiten und deren psychische Gesundheit untersuchen. Zudem wird eine Interventionsmethode der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den ukrainischen Kontext angepasst. Diese dient der emotionalen Stärkung von Jugendlichen und wird auch in einer digitalen Variante entwickelt.

Die «Nadija Foundation» betreibt bereits ein virtuelles Spital, das mittels Telemedizin psychologische Unterstützung anbietet. Zudem arbeitet die Organisation eng mit einem Spital in Lwiw zusammen, das auf schwere Verletzungen und Traumata spezialisiert ist.

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