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Aggressiver als einheimische Ameisenarten

Im Kreuzlingen wurde ein Superkolonie invasiver Ameisen entdeckt. Eine frühzeitige Entdeckung ist wichtig für die Bekämpfung. Wie sind sie im eigenen Garten von einheimischen Arten unterscheidbar?

(Keystone-SDA) Die invasive Ameise Tapinoma magnum stammt ursprünglich aus dem südlichen Mittelmeerraum. Sie wird beispielsweise in Topf- und Gartenpflanzen oder mit Erdmaterial, Bau- und Gartenabfällen eingeschleppt. Mit zwei bis fünf Millimetern Körperlänge ist sie kleiner als viele einheimische Ameisen. Eine eindeutige Bestimmung könne meist nur durch Fachpersonal vorgenommen werden, heisst es in der Mitteilung der Stadt Kreuzlingen.

Es gibt allerdings einige Merkmale, die einen Verdacht bestätigen oder entkräften könnten. Dazu gehöre die unterschiedliche Grösse der Arbeiterinnen, wie Tamara Gloor von der Thurgauer Fachstelle Neobiota gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone SDA erklärt. Diese Besonderheit zeigt sich etwa auf einer Ameisenstrasse der Tapinoma magnum. «Einige der Arbeiterinnen sind doppelt so gross wie andere.»

Geruch wie nach Buttersäure

Ein anderes Indiz ist der Geruch, der entsteht, wenn man ein einzelnes Exemplar zerdrückt. Bei einheimischen Arten werde Ameisensäure frei, die in der Nase beisse. Tapinoma magnum sind Drüsenameisen. Zu riechen sei ein sehr eigener Geruch, etwa wie Buttersäure, so die Expertin.

Eine weitere Möglichkeit ist die Beobachtung des Verhaltens. Wenn man beim Nesteingang klopfe und die Hand hinlege, reagierten heimische Ameisen verwirrt und begännen allenfalls bereits mit der Schadensbegrenzung. Die Tapinoma magnum hingegen tauchten sofort in grosser Anzahl auf und begännen zu beissen.

Wenn die Bestimmung weiterhin unsicher sei, solle man die Ameisen von einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen bestimmen lassen und dafür ein gut verschlossenes Glas mit möglichst unversehrten Exemplaren einschicken, rät Gloor. Wenn es sich um die Tapinoma magnum handelt, braucht es eine Meldung an den jeweiligen Kanton.

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