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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Freundlich erwartet

FRANKFURT (awp international) – Der deutsche Aktienmarkt wird am Mittwoch freundlich erwartet. Der X-Dax stand um 8.10 Uhr bei 5.818,69 Punkten um 0,86 Prozent über dem Dax-Schluss vom Vortag. Der X-Dax zeigt auf der Basis des Futures den ausserbörslichen Dax-Stand. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex noch mit minus 0,55 Prozent «durchgeatmet», wie es hiess.
Die Wall Street habe sich dann im späten Verlauf am Vorabend gut von den Tagestiefs erholt und das zeige, dass der Aufwärtstrend trotz der niedrigen Umsätze weiter intakt sei, sagte Ben Potter, Marktanalyst bei IG Markets. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann seit dem Xetra-Schluss am Dienstag 0,61 Prozent. Die Börse in Tokio endete freundlich. Am Nachmittag kommen noch eine Reihe von US-Daten, die den Markt bewegen könnten, bevor dann die Wall Street in ein verlängertes «Thanksgiving»-Wochenende geht.
Siemens konnten im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz (L&S) nur unterdurchschnittlich zulegen. Ein Börsianer verwies auf einen Bericht des «Platow Briefs», wonach der Mischkonzern im vierten Quartal einen Umsatz von 77 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 6,6 Milliarden Euro erzielen könnte, während der Auftragseingang um etwa 20 Prozent rückläufig sein dürfte. Insgesamt sollte der Beitrag laut Börsianern kaum Impulse liefern, da Siemens selbst bereits eine sehr genaue Prognose abgegeben habe und auch die Markterwartungen in etwa mit den in dem Bericht genannten Zahlen übereinstimmten. Der Siemens-Kurs dürfte in erster Linie durch den Ausblick für 2010 getrieben werden. Mit diesem ist aber erst bei der Vorlage der Q4-Zahlen zu rechnen, fügte der Experte hinzu.
Daimler rückten mit möglicherweise wieder aufkommenden Spekulationen um weitere Anteilskäufe durch den arabischen Staatsfonds Aabar in den Fokus. Aabar hat sich einer Pressemitteilung vom Morgen zufolge einen Kredit in Höhe von 1,625 Milliarden US-Dollar gesichert. Ein Börsianer sagte: «Das wird sicherlich wieder Gerüchte um eine Aufstockung bei Daimler bringen.» Zuletzt hatte der Vorstand der Investmentfirma Aabar Khadem Al Qubaisi zu Beginn der Vorwoche in einem Interview von Plänen einer Anteilserhöhung auf 15 Prozent gesprochen und damit den immer wieder auftauchenden Spekulationen neue Nahrung gegeben. Der Staatsfonds aus Abu Dhabi war im März mit 9,1 Prozent bei Daimler eingestiegen und hatte 20,27 Euro pro Aktie bezahlt. Die Anteilsscheine des Autobauers arbeiteten sich bei L&S um weniger als ein halbes Prozent vor.
Infineon Technologies legten bei L&S ebenfalls etwa ein halbes Prozent zu und entwickelten sich damit schwächer als der Gesamtmarkt. Ein Händler verwies auf Medienberichte, wonach der südkoreanische Konkurrent Samsung Electronics Spekulationen dementiert hat, er sei an dem deutschen Halbleiterhersteller interessiert. Man habe diese Möglichkeit auch noch nie in Betracht gezogen, wurde ein Unternehmenssprecher zitiert. Das könnte den Kurs nach Ansicht des Börsianers etwas belasten, da die Spekulationen den Kurs am Vortag gestützt hatten. Den Zeitungsbericht, wonach Samsung im vierten Quartal erneut höhere Gewinne erzielt haben dürfte, wertete der Börsianer indes als möglicherweise stützend.
Q-Cells bleiben bei L&S ebenfalls hinter dem Gesamtmarkt zurück. Die Papiere des Solarkonzerns werden mit Wirkung zum 21. Dezember aus dem Stoxx-600-Index genommen. Dies teilte der Indexbetreiber Stoxx mit. Die Meldung dürfte Börsianern zufolge jedoch nicht allzu sehr bewegen, da Analysten bereits mit einer Streichung von Q-Cells aus dem Index gerechnet hätten. Leicht enttäuscht könnten Anleger jedoch in den Fällen von HeidelbergCement und Klöckner & Co (KlöCo) regieren, da diese Titel nicht wie von Experten erwartet den Sprung in den Stoxx-600-Index geschafft hatten, hiess es./rum/la

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