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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Verluste – Quartalszahlen, USA belasten

FRANKFURT (awp international) – Zum Teil enttäuschende Quartalszahlen und die anhaltende Sorge um den US-Schuldenstreit haben am deutschen Markt am Donnerstag für Kursverluste gesorgt. Der Dax fiel um 0,83 Prozent auf 7.192,52 Punkte. Damit konnte er sich etwas von seinem bisherigen Tagestief entfernen. Für den MDax mittelgrosser Werte ging es um 0,60 Prozent auf 10.578,91 Punkte nach unten und der TecDax gab 0,64 Prozent auf 835,58 Punkte ab.
Der US-Schuldenstreit ist weiter ungeklärt und daher würden die Anleger immer vorsichtiger, je näher der 2. August rückt, sagte ein Händler. Wird an diesem Tag die gesetzliche Schuldengrenze überschritten, droht ohne vorherige Lösung des politischen Kräftemessens ein Zahlungsausfall. Der vorsorgliche Positionsabbau ist dem Börsianer zufolge in allen Branchenindizes spürbar. «Die Lage der Weltwirtschaft dominiert derzeit das Handeln aller Marktteilnehmer», kommentierte ein Analyst.
Die Vorlage zahlreicher Quartalsberichte prägte das Handelsgeschehen: Bereits vor Handelsbeginn hatten allein aus dem Dax Siemens , BASF , Bayer , MAN und Infineon Technologies Zahlen vorgelegt. Die Lufthansa hatte sich bereits am Vorabend gemeldet. Demnach belasteten die Unruhen in Nordafrika, das Erdbeben in Japan und teures Kerosin die Geschäftsentwicklung. Im operativen Geschäft schaffte es der Dax-Konzern nur knapp in die Gewinnzone und blieb damit hinter den Analystenschätzungen zurück. Die Aktien gehörten mit minus 3,28 Prozent auf 14,000 Euro zu den grössten Dax-Verlierern.
BASF-VERLUSTE BELASTEN GESAMTBILD – INFINEON FEST
Lediglich BASF verzeichneten mit einem Abschlag von fast fünf Prozent einen noch grösseren Kursverlust. Der weltgrösste Chemiekonzern habe die Ergebniserwartungen deutlich enttäuscht, kommentierten Markteilnehmer. Als Schwergewicht trugen die Kursverluste der Chemieaktie auch massgeblich zum insgesamt schwächeren Bild bei. Um 1,57 Prozent abwärts auf 89,72 Euro ging es nach Zahlen auch für Siemens. Der Elektrokonzern schnitt laut Börsianern schwächer als erwartet ab. Bayer fielen ebenfalls zurück, und zwar um 2,03 Prozent auf 56,36 Euro. Börsianer werteten auch diesen Quartalsbericht negativ. Der Chemie- und Pharmakonzern habe im zweiten Quartal sowohl beim Umsatz, als auch dem operativen Ergebnis und dem Überschuss die Erwartungen verfehlt, sagte ein Händler.
MAN-Aktien begaben sich nach einem angehobenem Ausblick auf Berg- und Talfahrt und notierten zuletzt bei 84,12 Euro um 0,20 Prozent fester. Lediglich die Bilanz von Infineon Technologies wurde eindeutig mit Kursgewinnen honoriert. Die Aktien stiegen um 1,69 Prozent auf 7,321 Euro. Die Zahlen fielen laut Händler etwas besser als erwartet aus. Der Halbleiterhersteller profitierte auch im dritten Geschäftsquartal kräftig vom anhaltenden Boom in der Autobranche.
AIXTRON PUNKTET MIT AUFTRAGSEINGANG
Aus der zweiten Reihe war vor allem der TecDax mit den jüngsten Quartalsbilanzen von Aixtron und der Software AG stark vertreten. Die Papiere von Aixtron setzten sich an die TecDax-Spitze, wo sie 2,25 Prozent auf 20,475 Euro zulegten. Börsianer werteten den Bericht positiv. Dabei zielte sie vor allem auf den Auftragseingang ab. Die Aktien der Software AG tendierten nach wie erwartet ausgefallenen und den vorläufigen Angaben entsprechenden Zahlen besser als der Markt.
Die Papiere von Hugo Boss und Wincor Nixdorf notierten nach Zahlen im Minus. Boss hatte bereits vor einigen Wochen mitgeteilt, ein Rekordquartal hinter sich zu haben. Die Aktien verbilligten sich um 1,02 Prozent auf 77,66 Euro. Wincor legte wegen einer mauen Nachfrage in Deutschland und in den USA erneut ein eher schwaches Geschäftsquartal hin. Die Aktien fielen um etwa marktkonforme 0,53 Prozent./rum/fa

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