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Silver Spring - Ein offenbar verwirrter radikaler Umweltschützer hat am Mittwoch im Hauptquartier des Fernsehsenders "Discovery" bei Washington drei Geiseln genommen. Er wurde dann rund drei Stunden später von der Polizei erschossen.
Die drei Geiseln, die der bewaffnete Mann in den Büroräumen in Silver Spring in seine Gewalt gebracht hatte, waren nach Angaben der Polizei wohlauf und wurden in Sicherheit gebracht.
Eine Spezialeinheit sei eingeschritten, als der Verdächtige nach zweistündigen Verhandlungen eine Waffe auf eine seiner Geiseln gerichtet habe, sagte der örtliche Polizeichef J. Thomas Manger. Die Beamten hätten deshalb auf ihn geschossen.
"Der Verdächtige ist tot", sagte Manger vor den Medien. Die drei Geiseln wurden ausserhalb des Gebäudes in Sicherheit gebracht. Mehr als zwei Stunden lang hatte die Polizei um ihr Leben gebangt: Der Geiselnehmer habe sich während der telefonischen Verhandlungen als "emotional instabil" gezeigt, sagte Manger.
Die Polizei ging davon aus, dass der Mann mit Sprengstoff bewaffnet in das Gebäude in Silver Spring bei Washington eindrang. Die Zentrale des Discovery Channel liegt in einem Geschäftsviertel rund elf Kilometer nördlich des Weissen Hauses.
Das Gebäude wurde nach Sprengsätzen durchsucht. Ob der Verdächtige Komplizen hatte, war laut Manger zunächst unklar. Eine Mitarbeiterin von Discovery Channel sagte CNN, ein bewaffneter Mann sei in die Eingangshalle des Sendergebäudes gekommen.
Er habe "Sprengstoff auf dem Rücken" gehabt. Die örtliche Feuerwehr entsandte Sprengstoffspezialisten in die Senderzentrale. Die Polizei riegelte das Gebäude vorübergehend ab. Rund um das Gebäude wurden schwer bewaffnete Sicherheitsbeamte und gepanzerte Fahrzeuge postiert, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.
Das Motiv der Geiselnahme war zunächst unklar. Gemäss Polizeichef Manger hatte der Geiselnehmer in der Vergangenheit Streit "mit den Leuten vom Discovery Channel". US-Medien publizierten ein Foto, das angeblich den Geiselnehmer zeigt, wie er ein Plakat mit der Aufschrift "Discovery Channel: Rettet den Planeten!!" schwenkt.
Wie es hiess, hatte er sich in der Vergangenheit wütend über den Kurs des umweltorientierten Senders geäussert, der ihm anscheinend nicht radikal genug ist. Auf einer Webseite kritisierte er, dass "Discovery" zur Geburt von Kindern ermutige. Menschen seien aber die "zerstörerischsten, schmutzigsten Kreaturen" auf der Erde.

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SDA-ATS