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New Yorker Herbstauktionen: Sotheby's weit über Erwartungen

Dieser Inhalt wurde am 12. November 2009 - 17:56 publiziert
(Keystone-SDA)

New York - Trotz Finanzkrise hat das Auktionshaus Sotheby's in New York bei seiner traditionellen Herbstversteigerung von zeitgenössischer Kunst weit mehr erzielt als erwartet: Diese Woche 134 Millionen Dollar statt der Höchstschätzung von 100 Millionen.
Prunkstück war ein Siebdruck von Andy Warhol für mehr als 43 Millionen Dollar. Das riesige Bild "200 One Dollar Bills" (1962) erzielte damit rund das Vierfache seines Schätzpreises.
Der Druck gilt als Schlüsselwerk der Pop-Art-Bewegung. Er zeigt auf einer über vier Quadratmeter grossen Fläche 200 Ein- und Zwei-Dollar-Noten säuberlich nebeneinanderliegend. Wie bei seinen legendären Serienbildern mit Suppen-Dosen griff Warhol damit symbolhaft die Themen der Konsumgesellschaft auf.
"Die Nachfrage nach grosser Kunst ist sehr stark", sagte Chefauktionator Tobias Meyer laut Mitteilung. Neue Auktionsrekorde erzielten etwa auch Werke von Alice Neel, Willem de Kooning, Bruce Naumann und Jackson Pollock.
Schon in der vergangenen Woche hatte Sotheby's beim Verkauf impressionistischer Kunst mit 181 Millionen Dollar ein angesichts der Finanzkrise überraschend gutes Ergebnis erzielt.
Beim Erzrivalen Christie's, der sonst oft die Nase vorn hatte, waren dieses Jahr Angebot und Ertrag deutlich magerer. So blieb das Auktionshaus beispielsweise auf seinem Spitzenangebot, dem auf bis zu zwölf Millionen Dollar geschätzten Bild "Brother Sausage" (1983) des US-Künstlers Jean-Michel Basquiat sitzen.
Kleinere zeitgenössische Kunstwerke und Arbeiten auf Papier holten dafür überraschend Spitzenpreise. Die nur 26 mal 29 Zentimeter grosse Papierarbeit "Untitled" (1961) von Robert Rauschenberg etwa fuhr mit 940'000 Dollar fast das Zehnfache des geschätzten Mindestpreises ein.
Insgesamt konnte Christie's mit Einnahmen von 74 Millionen Dollar genau den Mittelwert der Vorab-Schätzungen erreichen.

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