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Am Abend zeigt sich eine aussergewöhnliche Mondsichel

Keystone-SDA

Heute Abend lohnt sich ein Blick zum Himmel: Der Mond wird als extrem dünne, liegende Sichel erscheinen. Dieser Anblick wiederholt sich nur alle 18 Jahre.

(Keystone-SDA) Der Mond geht nur 16,6 Stunden nach Beginn der Neumondphase auf. Das sei schon eher aussergewöhnlich, sagte der Experte Thomas Baer zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er schreibt über Astronomie für die Zeitschrift Orion der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft (SAG). Nur 0,7 Prozent der Mondfläche werden sichtbar sein.

Das Spektakel beginnt bei Sonnenuntergang. In Zürich ist dies um 18.37 Uhr der Fall, in Genf einige Minuten später, in Davos einige Minuten früher. «Man darf am Donnerstagabend nicht erwarten, dass einem die schmale, liegende Mondsichel gleich ins Auge springt, zumal es nach Sonnenuntergang eine Weile dauert, bis der Himmel sich langsam abdunkelt», erklärte Baer. Er empfiehlt etwas Geduld bei der Suche und sicher ein Fernglas. Um 19.28 Uhr geht der Mond unter.

Merksprüche funktionieren heute nicht

Ausserdem liegt der Mond am Abend beinahe senkrecht über der untergegangenen Sonne. Daher wird er liegend erscheinen, wie ein Schiffchen. So kennt man den Mond normalerweise nur in den Äquatorgegenden.

In unseren Breiten zeigt sich die Mondsichel in der Regel beim abnehmenden Mond auf der linken Seite, beim zunehmenden auf der rechten Seite. So haben viele in der Schule gelernt, dass man beim zunehmenden Mond ein kleines a in Schnürchenschrift formen kann, bei abnehmendem Mond ein z in Schnürchenschrift. Eine weitere Merkregel vergleicht die jeweilige Form des Mondes mit den Klammern, also den Schriftzeichen: Klammer zu «)» bedeutet, dass der Mond zunimmt, Klammer auf «(«, dass er abnimmt.

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