Anwaltspräsident warnt vor Informationslecks im Fall Crans-Montana
Der Präsident des Walliser Anwaltsverbands, Gonzague Vouilloz, verfolgt die Affäre um die Brandkatastrophe von Crans-Montana aufmerksam, auch wenn er nicht am Verfahren beteiligt ist. Der ehemalige Vizepräsident des Walliser Justizrats zieht eine Zwischenbilanz.
(Keystone-SDA) Zu Beginn des Verfahrens hatten Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei eine kurze Liste von Anwälten vorgeschlagen, um zu verhindern, dass deren Zahl ausufert (derzeit 99). «Es ist sehr kompliziert für einen Anwalt, eine grosse Anzahl von Opfern zu vertreten, da diese unterschiedliche Interessen haben», sagt Vouilloz.
Seither seien die Informationslecks häufiger geworden: «Gemeinsam mit meinen Kollegen aus den Anwaltsverbänden von Genf und Waadt haben wir interveniert und die Anwälte an ihre Schweigepflicht erinnert. Das gilt umso mehr im Umgang mit der Presse.»
Das Verfahren wird seinerseits Millionen kosten. «Das ist der Preis für eine funktionierende Justiz, auch in aussergewöhnlichen Fällen. Ein Teil der Kosten wird jedoch vom Staat Wallis und damit von den Steuerzahlern getragen.»