Auch im bernjurassischen Rat werden die Karten neu gemischt
Die Stimmberechtigten des Berner Juras wählen am 29. März auch die 24 Mitglieder des Bernjurassischen Rats. Das Gremium, eine Art regionales Parlament, wird erstmals ohne Kandidierende aus Moutier gewählt.
(Keystone-SDA) Acht politische Parteien haben Listen eingereicht. Unter den 125 Kandidierenden befinden sich 19 Bisherige. Die SVP und die SP treten jeweils mit einer Frauen- und einer Männerliste an.
Aktuell hält die SVP acht Sitze, die SP sieben, die Grünen und die FDP je drei. Die EVP, die EDU und die Mitte verfügen über je einen Sitz. Zum ersten Mal tritt die SP geschlossen an, nachdem die Jurafrage als politisch beigelegt gilt.
Die Wahl findet nach dem Weggang von Moutier in einer neuen Konstellation statt. Der jahrzehntelange Gegensatz zwischen Autonomisten und Antiseparatisten dürfte künftig dem klassischen Links-Rechts-Konflikt weichen.
Als regionales politisches Organ besitzt der Bernjurassische Rat Entscheidungskompetenzen zum Beispiel bei der Behandlung von Subventionsgesuchen im Kulturbereich. Ausserdem hat er Befugnisse bei der Ernennung von Vertretern des Berner Juras in verschiedenen Gremien.
Hinzu kommen Verhandlungskompetenzen, die es dem Rat ermöglichen, regelmässig mit kantonalen und regionalen Behörden zusammenzuarbeiten – insbesondere in Fragen der Sprache, Kultur und der Verwaltung gemeinsamer Institutionen.