Bündner bringen ihr Lebensgefühl ans Zürcher Sechseläuten
Der Kanton Graubünden bringt am Sechseläuten mit "Echt patgific" ein Lebensgefühl nach Zürich. Ausserdem wird das Sechseläuten digitaler und liefert Informationen rund ums Fest auf einer neuen App.
(Keystone-SDA) «Patgific ist mehr als ein rätoromanisches Wort», erklärte der Bündner Regierungsrat Marcus Caduff (Mitte) am Donnerstag vor den Medien, «es steht für ein Lebensgefühl, das die Bündner beschreibt.» Gemeint damit sei deren Gelassenheit und ihre positive Haltung. «Diese Bündner Art, das Leben zu entschleunigen und zu geniessen, möchten wir am Sechseläuten nach Zürich bringen», sagte er.
Mit einer Delegation von 300 Personen nimmt der Gastkanton an dem traditionellen Fest teil. Am Kinderumzug am Sonntag sind rund 150 Kinder von fünf Kinderchören dabei. Sie werden einen eigens fürs Sechseläuten komponierten Song mit dem Titel «Patgific» präsentieren.
Schlagerparty auf dem Lindenhof
Dieser wird auch auf dem Lindenhof erklingen, wo Graubünden vier Tage lang Spezialitäten des Kantons und ein abwechslungsreiches Programm präsentiert. An der Party «Schnulz im Sulz» am Samstag 18. April kommen Schlager- und Après-Ski-Fans auf ihre Kosten. Selbst ein Schlafen im Stroh-Erlebnis macht der Kanton Graubünden auf dem Lindenhof möglich.
Graubünden bringt auch Gastgeschenke nach Zürich. Eigens für das Sechseläuten wurde das Bier «Piz Böögg» kreiert und kleine Nusstörtchen werden am Umzug verteilt. Am Kinderumzug dürfen sich die Jüngsten über eine neue Bündner Kindergeschichte in Form eines Pixi-Buches freuen.
Digital informiert
Doch nicht nur Gäste aus Graubünden laufen am diesjährigen Umzug mit. Erstmals nehmen am Kinderumzug am 19. April auch Kinder aus der Mongolei in der Gruppe «Weltoffenes Zürich» mit. Sie werden traditionelle Kostüme tragen. Ebenfalls am Kinderumzug dabei ist ein Teil des Casts des Musicals «Billy Elliot».
Und noch eine Premiere verkündete Victor Rosser vom Zentralkomitee der Zünfte Zürich verkünden: Erstmals können sich Gäste und Interessierte via App über alles rund ums Sechseläuten informieren. Die «SÄPP» wurde von zwei jungen Frauen aus dem Umfeld der Zünfte entwickelt. Auf ihr findet man das Programm, Karten, eine digitale Blumenliste und kurzfristige Live-Informationen. Am 6. April soll eine erste Startversion verfügbar sein.