Bayer gewinnt weiteren Glyphosat-Prozess
Eine Geschworenen-Jury im US-Bundesstaat Missouri hat in der Nacht zum Donnerstag in einem Glyphosat-Prozess einstimmig zugunsten von Bayer geurteilt. Das teilte der Pharma- und Agrarchemiekonzern mit
(Keystone-SDA) Nachdem Bayer im Juni einen wegweisenden Glyphosat-Fall vor dem obersten US-Gericht gewonnen hatte, war der Prozess in Missouri wichtig, weil die Kläger andere Argumente gegen Bayer vorbrachten.
Infolge des Urteils des US Supreme Court sind Prozesse gegen Bayer im Grunde nicht mehr möglich, in denen Kläger sich auf fehlende Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern stützen wollen.
Die Anwälte in dem nun beendeten Prozess in St. Louis hatten indes ein anderes Argument vorgebracht und behauptet, der Unkrautvernichter Roundup sei fehlerhaft konstruiert und sie seien vorsätzlich getäuscht worden.
Der aktuelle Sieg vor Gericht dürfte auch den Bemühungen von Bayer Rückenwind liefern, die Causa Glyphosat, die schon Milliarden verschlungen hat, weitgehend abzuhaken.
Im Fokus steht nun eine noch ausstehende richterliche Entscheidung über seinen Sammelvergleich. In dessen Rahmen wird Bayer bis zu 21 Jahre lang abnehmende, gedeckelte jährliche Zahlungen von insgesamt bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar leisten.
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