Berner Energieversorger fordern stärkere Beteiligung an KWO
13 Berner Energieversorgungsunternehmen (EVU) verlangen eine stärkere Beteiligung an der Kraftwerke Oberhasli AG. Sie schlagen vor, dass weitere Unternehmen aus dem Kanton über eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft Anteile erwerben können.
(Keystone-SDA) Das Konsortium EVU Bern setze sich dafür ein, dass zusätzliche bernische Energieversorger über die Beteiligungsgesellschaft EVU Bern AG fünf bis zehn Prozent an der Kraftwerke Oberhasli AG erhalten, wie es in einer Medienmitteilung des Konsortiums hiess.
Heute hält der bernische Energiekonzern BKW 50 Prozent. Hinzu kommen Energie Wasser Bern (EWB) sowie die Elektrizitätswerke von Zürich und Basel mit jeweils 16,7 Prozent.
Eine erweiterte Berner Beteiligung bringe mehrere Vorteile, schrieb das Konsortium. Dazu gehörten eine stabilere Strompreisentwicklung, eine höhere Versorgungssicherheit durch Zugang zu Wasserkraft und Speicherkapazitäten sowie mehr regionale Wertschöpfung im Kanton Bern. Zudem könne ein breiter abgestütztes Aktionariat die Akzeptanz für grosse Ausbauprojekte der KWO erhöhen.
Dem Konsortium gehören derzeit 13 Energieversorgungsunternehmen aus dem Kanton Bern an: Alpen Energie Meiringen, Energie Service Biel, Energie Thun AG, Evolon AG aus Lyss, EWK Herzogenbuchsee AG, EWV Port, die Gemeindebetriebe Brienz, die Genossenschaft Elektra aus Jegenstorf, die Industriellen Betriebe Interlaken AG, InfraWerke Münsingen, das Licht- und Wasserwerk Adelboden AG, Localnet AG aus Burgdorf sowie NetZulg AG aus Steffisburg. Zusammen versorgen sie mehr als 180’000 Endkundinnen und Endkunden.
Hintergrund ist die Erneuerung der Wassernutzungskonzessionen der Kraftwerke Oberhasli, die 2042 auslaufen. Im vergangenen November hatte der bernische Grosse Rat die Strategie des Regierungsrats zu den Wasserkraftkonzessionen zurückgewiesen und eine Überarbeitung bis zur Sommersession 2026 verlangt.
Die Mehrheit wollte sich noch nicht festlegen, wie die künftigen Besitzverhältnisse bei den Kraftwerken Oberhasli aussehen sollen, und hält einen Einstieg weiterer Berner Energieversorger für möglich.