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Berset lobt "innovatives" Impfschiff - Sorgen bereiten Mutationen

Bundesrat Alain Berset besichtigt das Thurgauer Impfschiff im Hafen von Romanshorn. KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER sda-ats
Dieser Inhalt wurde am 02. Februar 2021 - 16:58 publiziert
(Keystone-SDA)

Auf dem Bodenseeschiff "MS Thurgau" hat der Kanton Thurgau am Dienstag ein mobiles Impfzentrum in Betrieb genommen. Bundesrat Alain Berset lobte das Impfschiff bei einem Besuch im Hafen von Romanshorn als "sehr innovativ".

Berset liess sich vom Thurgauer Gesundheitsdirektor Urs Martin durch das schwimmende Impfzentrum führen, in dem wöchentlich 840 Personen gegen das Coronavirus geimpft werden sollen. Zuvor hatte Berset im Kantonsspital Münsterlingen die Intensivstation besucht und sich dort über die Behandlung von Corona-Patienten informiert.

Vor den Medien erklärte der Gesundheitsminister, die Fallzahlen seien besser. Einige Werte lägen so tief wie nie mehr seit Oktober. Besorgniserregend seien aber die neuen Varianten des Virus. In der Summe der sinkenden Zahlen versteckt, verdoppelten sich die Ansteckungen mit mutierten Viren jede Woche.

Diese "Pandemie in der Pandemie" erschwere die Impfungen. Trotz Engpässen bei der Impfstoff-Beschaffung bleibe das Ziel, in der Schweiz bis Ende März 1,15 Millionen Menschen zwei Mal zu impfen. Daneben müsse noch viel breiter als bisher getestet werden, etwa nach Corona-Ausbrüchen in Heimen oder Schulen.

Zu wenig Impfstoff

Das Schiff "MS Thurgau" ist das zweite Impfzentrum im Thurgau. Es wird neben Romanshorn abwechselnd auch in Kreuzlingen und Arbon anlegen, vorerst bis mindestens Ende März. In zwei Impfstrassen werden pro Tag rund 170 Personen geimpft. Sobald mehr Impfstoff verfügbar ist, kann die Kadenz noch erhöht werden.

Das Impfschiff sei bei den ersten geimpften Personen "gut angekommen", sagte Adriano Mari von der Hirslanden-Gruppe. Diese betreibt im Auftrag des Kantons die beiden Thurgauer Impfzentren in Frauenfeld und auf dem Schiff. Auf der "MS Thurgau" arbeiten sieben Gesundheitsfachpersonen plus Sicherheitspersonal.

Der Thurgau will seine Impfkampagne nach einem harzigen Start beschleunigen, wie Gesundheitsdirektor Urs Martin sagte. Bisher seien 9000 Personen geimpft. Jede Woche sollen 3000 weitere hinzukommen. Die Erwartungen in der Bevölkerungen seien gross, und die Meisterung der Pandemie fordere von allen Flexibilität.

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