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C&A erwartet steigende Preise im Modemarkt

DÜSSELDORF (awp international) - Bekleidung wird nach Einschätzung von C&A im Einzelhandel teurer. "Wir rechnen mit einer Steigerung der Verkaufspreise am Markt", erklärte der Vorstandssprecher von C&A Europa, Andreas Seitz, am Mittwoch in Düsseldorf. Der Rohstoff Baumwolle sei deutlich teurer geworden. Hinzu kämen steigende Lohnkosten in Ländern mit grossen Produktionsstätten wie Indien und China. Diese Faktoren beeinflussten die gesamte Bekleidungsbranche. Ob C&A an der Preisschraube drehen werde, sagte er allerdings nicht.
Das vor 170 Jahren von Clemens und August Brenninkmeijer (C&A) gegründete Familienunternehmen sieht gute Chancen, in Europa mit Niedrigpreis-Angeboten weitere Marktanteile zu gewinnen. Seitz kündigte eine neue untere Preislage in den C&A-Filialen an. Als konkretes Beispiel nannte er dabei T-Shirts für 3 Euro. C&A hatte 2009 den Aufbau eines Mini-Preis-Discounters abgebrochen, der unter dem Label "Avanti" gestartet war. Laut Seitz liegt dieses Konzept "auf Eis", das als eine Reaktion auf Textil-Discounter wie Kik und Takko galt.
Im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 ist C&A so kräftig gewachsen wie seit mehreren Jahren nicht mehr. Europaweit stieg der Umsatz um 4,6 Prozent auf fast 7 Milliarden Euro und der Anteil am Bekleidungsmarkt von 5,1 auf 5,4 Prozent. Am schnellsten wuchs der nicht börsennotierte Modehändler dabei in Osteuropa mit einer Umsatzsteigerung von fast 12 Prozent auf 415 Millionen Euro.
In Deutschland, dem wichtigsten Markt, legte C&A ebenfalls seit langem erstmals wieder deutlich zu: Der Umsatz stieg um 2,7 Prozent auf gut 3 Milliarden Euro. Der C&A-Anteil am deutschen Modemarkt wurde damit von 9 auf 9,2 Prozent ausgebaut. C&A gilt aktuell als drittgrösster Modehändler in Deutschland nach dem Versandhausriesen Otto und der schwedischen Modekette H&M. C&A verfügt in Europa über fast 1500 Filialen mit insgesamt rund 36.000 Mitarbeitern, davon allein fast 500 Filialen und 16.500 Mitarbeiter in Deutschland.
C&A stockt die Investitionen auf: In den kommenden drei Jahren sollen 650 Millionen Euro insbesondere für neue Filialen, die Modernisierung von Häusern und den Ausbau das Online-Geschäftes ausgegeben werden. Das seien 50 Millionen mehr als im zurückliegenden Zeitraum. Allein im laufenden Geschäftsjahr soll das Ladennetz um etwa 90 bis 100 zusätzliche Filialen europaweit erweitert werden. In den grössten 100 Geschäften in Europa - darunter zahlreiche in Deutschland - soll ein neues, moderneres Ladenkonzept umgesetzt werden, das zusätzlich Mode im mittleren Preissegment anbiete.
Im Internet sind bis zu vier neue Shops für weitere Länder innerhalb von zwei Jahren geplant. "Der Erfolg von C&A Online in Deutschland und in den Niederlanden hat unsere Annahmen bestätigt, dass dieser Vertriebskanal ein beachtliches Umsatzwachstum in vielen europäischen Ländern hat", betonte Seitz. In Deutschland habe C&A Online ein Wachstum von 50 Prozent im vergangenen Geschäftsjahr erreicht. Eine Umsatzzahl nannte der Vorstand dabei nicht./vd/DP/he

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