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Citigroup-Chef für weltweite Zusammenarbeit bei Finanzmarktregulierung

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2009 - 19:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) ? Der Chef der Citigroup hat sich für die weltweite Koordinierung der Finanzmarktregulierung ausgesprochen. Es müssten überall gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen geschaffen werden, sagte Vikram Pandit am Donnerstagabend in Frankfurt. Ausserdem brauche die Finanzindustrie weltweit gültige Regeln. Ähnlich hatte sich Deutsche-BankChef Josef Ackermann am vergangenen Wochenende im Vorfeld des IWF-Gipfels in Istanbul geäussert.
Die Rolle von Regulierung sei es, das Funktionieren von Märkten zu fördern, sagte Pandit weiter. Es müsse mehr Transparenz an den Kapitalmärkten geschaffen werden. Viele der Unternehmen, die an der aktuellen Finanzkrise beteiligt gewesen seien, hätten zu einem Schattensystem gehört, das überhaupt nicht reguliert worden sei.
BEZAHLUNG VON MANAGERN DARF KEINE FALSCHEN ANREIZE SETZEN
Schliesslich dürfe die Bezahlung von Managern keine falschen Anreize setzen. Die Tage für Super-Boni dürften bei der staatlich gestützte Citigroup gezählt sein. US-Präsident Barack Obama hatte überzogenen Bonuszahlungen öffentlich den Kampf angesagt. Zuletzt sorgte ein möglicher 100-Millionen-Dollar-Bonus für den Starhändler der Citigroup-Rohstofftochter für Wirbel.
Die wirtschaftliche Erholung werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte Pandit weiter. Weltweit müssten sich Unternehmen nach neuen Wachstumstreibern umsehen. Als einen der Bedeutendsten sieht Pandit in Zukunft die Nachfrage in den Schwellenländern. "Aber das wird seine Zeit brauchen." Sein eigenes Institut sieht Pandit für die Zukunft gut aufgestellt: In den vergangenen Monaten habe die Citigroup finanzielle Stärke aufgebaut. Die ehemals grösste US-Bank musste im Zuge der Finanzkrise mit Milliarden von der US-Regierung gestützt werden und befindet sich in einem tiefen Umbauprozess./gr/he

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