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FRANKFURT (awp international) - Die Commerzbank hat bei der komplizierten Integration der Dresdner Bank keine Kunden verloren. "Die Basis ist stabil geblieben", sagte Vorstand Markus Krebber am Freitag in Frankfurt. Das zweitgrösste deutsche Geldhaus habe rund elf Millionen Kunden in Deutschland. Vor der Übernahme vor fast drei Jahren hatte die Dresdner Bank fünf Millionen, die Commerzbank sechs Millionen Kunden. Insgesamt sei der Zusammenschluss bislang planmässig gelaufen, sagte Krebber. Synergien hätten sogar schneller realisiert werden können als erwartet.
Rund 7.400 der geplanten 9.000 Stellen seien inzwischen gestrichen. Rund 40 Prozent der noch wegfallenden Plätze betreffen nun die Zentrale. Dies solle grösstenteils über die "natürliche Fluktuation" geschehen. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei der Commerzbank bis Ende 2013 ausgeschlossen. Im Vertrieb rüstet die Bank sogar wieder auf. Vom Abbau entfielen 2.500 Stellen auf das Ausland.
Als nächsten Schritt des nach eigenen Angaben grössten Zusammenschlusses von Banken in Deutschland will die Commerzbank nun 400 Filialen bis Ende 2012 zusammenlegen, die ersten 50 davon bereits in den nächsten drei Monaten. Am Ende sollen 1.200 übrig bleiben. Teilweise werden dafür neue Geschäftsräume eröffnet, damit die grösseren Einheiten auch genügend Platz haben. Rund 80 Prozent der vereinigten Filialen lagen bisher nicht weiter als 450 Meter auseinander. Aus einzelnen Orten will sich die Bank nicht zurückziehen.
Insgesamt rechnet das Institut durch den Zusammenschluss mit Synergien von 2,4 Milliarden Euro. Davon seien im vergangenen Jahr bereits 1,1 Milliarden erreicht worden. In diesem Jahr soll der Wert auf mehr als 1,5 Milliarden steigen, 2012 dann auf über 2,1 Milliarden. Dazu trägt auch bei, dass die Abwicklung von zentralen Bankprozessen wie Zahlungsverkehr- und Wertpapierabwicklung sowie der Betrieb des Rechenzentrums von Fremdunternehmen wieder ins eigene Haus geholt wurden.
Um Kunden keinen Anlass zur Kündigung zu geben, blieben alle Kontonummern und Bankleitzahlen im Inland unverändert. Klagen gab es allerdings zuletzt von Nutzern des Online-Bankings. Kritiker werfen der Bank vor, dass sie das vermeintlich schlechtere Commerzbank-System genommen hat. Krebber begründete den Schritt damit, dass sein Haus insgesamt die IT der Commerzbank gesetzt habe, weil dies besser zum künftigen Geschäftsmodell passe. Ein Mischen von beiden Systemen sei nicht möglich gewesen.
"Wo es elementare Probleme gibt, werden wir natürlich nachbessern", sagte der Integrationsbeauftragte. Allerdings sei die Unzufriedenheit einiger Kunden eher mit "Umstellungsproblemen" als mit "Qualitätsproblemen zu erklären. Wenn sich die Nutzer an das neue System gewöhnt hätten, sollten die Klagen nachlassen, liess Krebber durchblicken./enl/zb

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