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Der Nikolaus in North Pole verstummt in diesem Jahr

(Keystone-SDA) Washington – Kinder in den USA können noch so brav gewesen sein: In diesem Jahr werden sie auf ihre Briefe an den Nikolaus womöglich keine Antwort bekommen.
Seit 1954 hatte die US-Post (USPS) all jene Briefe von Kindern, die ohne weitere Details an den Nikolaus am Nordpol adressiert waren, automatisch in das Dorf North Pole in Alaska weitergeleitet und von Freiwilligen beantworten lassen.
Dieses Jahr wird es keine Antwortbriefe mit Poststempel «North Pole» mehr geben, die Post stellte den Service ein. Der Grund: Furcht vor Kinderschändern. Der Bürgermeister von North Pole zeigte sich am Freitag empört.
Die Post wies auf einen Fall aus dem vergangenen Jahr hin, als unter den freiwilligen Briefebeantwortern ein verurteilter Sexualstraftäter war. Sie könne es nicht weiter verantworten, die Kinderbriefe weiterzuleiten, erklärte ein Sprecher der Post.
Bürgermeister Doug Isaacson wies im Sender CNN darauf hin, dass allein im vergangenen Jahr 150’000 Briefe ohne Zwischenfall und ohne Gefährdung für die Kinder bearbeitet worden seien. «North Pole in Alaska ist die Stadt, in der der Geist von Weihnachten das ganze Jahr über lebt», beteuerte er.
Auch Alaskas Senatorin Lisa Murkowski protestierte bei der US-Post. «Kinder in aller Welt werden auf einen Brief vom Nikolaus warten», schrieb sie in einem Protestbrief. Die Post müsse ihre Tradition aufrechterhalten.
Das Weihnachtsgeschäft ist für die abgelegene Kleinstadt North Pole nahe Fairbanks ein wichtiges Geschäft. Das ganze Jahr über werden Touristen mit buntem Weihnachtsrummel gelockt.

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