Der St. Galler Polizeihund Erol stellt einen Autodieb
Mit Hilfe des Diensthundes Erol hat die Kantonspolizei St. Gallen in der Nacht von Montag auf Dienstag einen mutmasslichen Autodieb aus Frankreich gestellt. Zusammen mit anderen Tätern stahl er aus einer Garage in Ermenswil SG drei Autos. Während alle entwendeten Fahrzeuge sichergestellt werden konnten, sind die anderen Diebe weiter flüchtig.
(Keystone-SDA) Aus einer Garage in Ermenswil stahlen die Täter kurz vor Mitternacht einen Porsche Boxster, einen BMW 530d und einen Audi Q3, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Dienstag in einer Mitteilung schrieb. Unmittelbar danach begannen mehrere Patrouillen mit der Fahndung.
Im Bereich Joneren liess einer der Diebe den BWM stehen und ergriff zu Fuss die Flucht, heisst es im Communiqué weiter. Der Diensthund Erol nahm eine Spur auf und stellte den mutmasslichen Täter im Unterholz. Es handelt sich um einen 16-jährigen Franzosen, den die Polizei festnahm.
Der Porsche konnte während der weiteren Fahndung durch die Kantonspolizei Schwyz nahe der A15 im Bereich Tuggen angetroffen und sichergestellt werden. Die Zürcher Kantonspolizei wiederum fand den verlassenen Audi auf der A4. Die Diebe dieser beiden Autos sind gemäss Communiqué vom Dienstag weiterhin flüchtig.
Junge Täter aus Frankreich
Die Schweiz und damit auch der Kanton St. Gallen stehen seit einigen Monaten im Visier von Autodieben. Wie ein Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen auf eine frühere Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gesagt hatte, waren Fahrzeugdiebstähle aus Autohäusern 2024 noch «absolute Einzelfälle».
2025 stieg deren Anzahl im Kanton St. Gallen auf 16 an. Auch im ersten Quartal des 2026 registrierte die Kantonspolizei bereits mehrere solcher Einbrüche.
Bei den Tätern sei ein Muster erkennbar, so der Polizeisprecher damals: «Wir gehen davon aus, dass junge Leute in Frankreich via die sozialen Medien rekrutiert werden mit dem Auftrag, in die Schweiz zu gehen und dort hochpreisige Fahrzeuge aus Garagenbetrieben zu stehlen.» Die Autos sollen dann nach Frankreich gebracht werden.