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WASHINGTON - Volkswagen hat sich für die USA ein ambitioniertes Wachstumsprogramm verordnet. Bis 2018 will der Konzern die Verkäufe von Autos der Marke VW auf 800.000 steigern. Massgeblichen Beitrag dazu soll der sogenannte New Midsize Sedan leisten. Der in der Passat-Klasse angesiedelte Wagen wurde speziell für die USA entwickelt und wird dort ab diesem Jahr in einem neuen Werk produziert. "Dieses Jahr ist vielleicht das entscheidendste Jahr für Volkswagen in den USA", sagte US-Chef Jonathan Browning vor Beginn der Detroiter Automesse am US-Stammsitz in der Nähe von Washington.
Im vergangenen Jahr hatte die Marke in den USA einen Zuwachs von gut 20 Prozent erzielt und mit 256.830 Wagen so viele verkauft wie seit sieben Jahren nicht mehr. 2011 sollen die Verkäufe auf rund 300.000 Stück steigen. Die besten Zeiten erlebte VW in den USA im Zeichen von Käfer und Bulli: 1968 entschieden sich 569.292 Amerikaner für einen VW.
Die neue US-Strategie steht unter besonderem Augenmerk von VW-Chef Martin Winterkorn und dem gesamten Vorstand. "Es gibt ein hohes Mass an Engagement, das US-Geschäft erfolgreich zu machen", sagte Browning. "Sie wollen eine fundamentale Veränderung unserer Position auf dem US-Markt erreichen." Wann das neue Werk in Chattanooga profitabel laufen soll, dazu gibt es nach Angaben von Projektleiter Frank Fischer keine Vorgabe. Aber das Ziel des VW-Managements steht, bis 2013 das US-Geschäft auf Gewinn zu trimmen.
UNABHÄNGIGER VON WÄHRUNGSSCHWANKUNGEN
Mit dem neuen Standort im US-Bundesstaat Tennessee will sich der Konzern unabhängiger von oftmals nachteiligen Wechselkurseffekten machen. Preissteigerungen bei VW wegen der Währungsdifferenzen hatten in der Vergangenheit mit zum Niedergang der Marke in den USA beigetragen. Die 1978 gestartete US-Montage wurde 1988 eingestellt. Nun sollen über 90 Prozent der zugelieferten Teile für Chattanooga aus dem Dollarraum kommen. Neben der engen Zusammenarbeit mit Zulieferern aus der Umgebung des Werks, zählen dazu beispielsweise aus dem mexikanischen VW-Werk Puebla zugelieferten Motoren.
In der ersten Ausbaustufe ist eine Kapazität von 150.000 Fahrzeugen pro Jahr vorgesehen. Das Werk soll noch im ersten Quartal 2011 anlaufen, erste Fahrzeuge wurden bereits vorwiegend zu Testzwecken gefertigt. Ab September soll das neue Modell dann bei den Händlern stehen. Mit dem New Midsize Sedan drängt Volkswagen in die Fahrzeugklasse, in der in den USA am meisten Autos verkauft werden. Damit tritt das neue Modell gegen etablierte Platzhirsche vor allem asiatischer Wettbewerber wie den Toyota Camry, Honda Accord oder Hyundai Sonata an. Mittelfristig sollen sich die Verkäufe des New Midsize Sedan mit dem bislang erfolgreichsten VW-Modell Jetta in etwa die Waage halten. Die Einfuhr des Passats aus deutscher Produktion wird dagegen eingestellt.
WEITERE MODELLE DENKBAR
Das Werk, in das Volkswagen rund eine Milliarde Dollar investiert, ist so ausgelegt, dass weitere Fahrzeuge dort vom Band laufen können. Welche dies sein werden und ob weitere, speziell auf den US-Markt zielende neue Modelle entwickelt werden oder es andere Fahrzeuge aus der Konzernpalette sein werden, ist nach Angaben der Verantwortlichen noch nicht entschieden.
Der im vergangenen Sommer eingesetzte US-Chef wies aber schon auf eine Lücke in der VW-Modellpalette hin: Unter Berücksichtigung der Platz- und Grössenverhältnisse der USA fiele der bislang grösste VW-Geländewagen Touareg eher klein aus. Zudem kranke das Modell an der fehlenden dritten Sitzreihe. "Ein Fahrzeug mit einer dritten Sitzreihe wäre sicherlich hilfreich", sagte Browning. Bislang hat VW in dieser Klasse den von Chrysler abgeleiteten Minivan Routan im Programm./dct/fn

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