Fünf Werke für den Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis nominiert
Vier illustrierte Bände und ein Roman sind für den Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis 2026 nominiert. Darunter sind die deutschsprachigen Bilderbücher "Herschel, der Gespensterhund" und "Schlich ein Puma in den Tag". Dies teilten die Verantwortlichen mit.
(Keystone-SDA) In «Herschel, der Gespensterhund» von Autor Thomas Meyer («Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse») und der Illustratorin Magali Franov wird Kindern das Thema Tod auf humorvolle Weise näher gebracht. Dies mit der Geschichte von Familienhund Herschel, den die Familie Mick einschläfern muss. Das trauernde Mädchen Luise entdeckt ihren Vierbeiner als Geist wieder, der in dieser neuen Form viel mehr darf als zuvor.
«Die Illustrationen in Mischtechnik mit vielen Collage-Elementen und kecken Details strahlen eine spielerische Gestaltungsfreude aus», begründet die Jury die Nomination. Das Bilderbuch wirke keineswegs traurig, sondern vermittle Trost, ohne zu beschönigen.
Auf der Shortlist für die mit 20’000 Franken dotierte Auszeichnung steht auch «Schlich ein Puma in den Tag» von Illustratorin Verena Pavoni und Texterin Lena Raubaum. Im poetischen Band wächst das Bild eines Tiers mit jedem Seitenblättern. Sind zuerst nur wenige Striche auszumachen, steht am Ende dann ein ganzes Tier – wie etwa ein Puma. Zu jedem Wesen gibt es ein Gedicht, das sich ebenso Seite für Seite weiter ergänzt.
Ein Kater wird Vater
Aus der Westschweiz nominiert sind ausserdem die französischsprachigen Bilderbücher «Le petit roi» von Sylvie Neeman und Francesca Bellarini sowie «Jean Blaise papa poule» von Émilie Boré und dem Illustrator Vincent. Letzteres gehört zur Comic-Reihe von Kater Jean-Blaise, der in diesem neuen Band Vater wird.
Als einziger Roman steht der italienischsprachige Kinder- und Jugendroman «Oceano» des Tessiner Autors Gionata Bernasconi auf der Shortlist für den Preis. Darin überleben die Geschwister Alice und Milo nach einer Explosion auf einem Schiff und treiben mit wenig Ausstattung, aber viel Fantasie auf einem Rettungsboot auf dem Ozean. «Dem Autor gelingt es eindrücklich, die Monotonie auf dem Meer und die Verlassenheit der Kinder sprachlich und stilistisch abzubilden», schreibt die Jury in der Mitteilung.
Der Kinder- und Jugendbuchpreis wird am 16. Mai an den Solothurner Literaturtagen verliehen.